Valve hat bestätigt, dass Steam Machine und Steam Frame noch in diesem Sommer in den Verkauf gehen. Wie üblich gab es keine große Ankündigung – das Unternehmen schob die Neuigkeit leise in einen Routinetext zur Erweiterung des Steam-Verified-Programms für Entwickler ein.
Steam Verified, ursprünglich für das Steam Deck entwickelt, soll künftig auch diese beiden neuen Plattformen von Valve abdecken. Das System hilft Nutzern zu erkennen, welche Spiele für Steam Machine und Steam Frame gut optimiert sind. Der eigentliche Kern der Mitteilung war jedoch die zeitliche Klarstellung: Valve erklärte, beide Geräte würden „diesen Sommer“ ausgeliefert. Das ist zwar noch eine große Spanne – von Ende Juni bis Ende September –, aber deutlich präziser als das frühere Ziel der zweiten Jahreshälfte 2025.
Die Bestätigung kam kurz nach einem weiteren Fund: Im Backend von Steam wurde eine Welcome Tour für die Steam Machine entdeckt, was darauf hindeutet, dass das Gerät fast startklar ist. Valve plante ursprünglich, die neue Hardware – inklusive des bereits erschienenen Steam Controllers – Anfang 2025 auf den Markt zu bringen, doch diese Pläne änderten sich aufgrund eines starken Anstiegs der RAM-Preise, der durch die Nachfrage von Rechenzentren ausgelöst wurde.
Gerüchten zufolge traf die RAM-Preiserhöhung die Steam Machine am härtesten. Die internen Preisziele für das Gerät sollen deutlich gestiegen sein, und Valves konsolenähnlicher PC könnte am Ende mehr kosten als das 1-TB-Steam-Deck-OLED, möglicherweise sogar die psychologische 1.000-Dollar-Marke überschreiten. Das würde den Wettbewerb mit klassischen Spielkonsolen erschweren, vor allem wenn Valve kein überzeugendes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten kann.
Nach ersten Informationen verfügt die Steam Machine über eine halb kundenspezifische 6-Kern-AMD-Zen-4-CPU mit 12 Threads, RDNA-3-Grafik mit 28 Compute Units und eine Speicherkonfiguration aus 8 GB GDDR6, 16 GB DDR5 sowie wahlweise 512 GB oder 2 TB SSD. Das Gerät soll 4K/60 mit FSR, natives 1440p und Raytracing unterstützen – alles auf Basis von SteamOS.
Die Steam Frame hingegen scheint ein eigenständiges VR-Gerät zu sein, angetrieben von einem Snapdragon 8 Gen 3, 16 GB LPDDR5X-RAM, 256 GB oder 1 TB Speicher, einem microSD-Slot und Displays mit 2160x2160 Pixeln pro Auge und Bildwiederholraten von 72 bis 144 Hz. Sollte Valve tatsächlich beide Produkte diesen Sommer auf den Markt bringen, betritt das Unternehmen mit einer völlig neuen Gerätereihe rund um Steam den Markt – etwas, das es schon lange nicht mehr getan hat.