Apple scheint eines der größten MacBook-Updates der letzten Jahre vorzubereiten. Laut Marktforschern von Omdia wird Samsung Display ab Juli 2026 hybride OLED-Panels für ein angeblich kommendes MacBook Ultra liefern. Wenn der Zeitplan stimmt, könnte die Vorstellung schon im dritten Quartal erfolgen – der September gilt als wahrscheinlichstes Fenster.
Es werden zwei Bildschirmgrößen erwartet: 14,3 und 16,3 Zoll. Das unterscheidet sich auf den ersten Blick kaum von den aktuellen MacBook-Pro-Modellen mit 14,2 und 16,2 Zoll. Doch die leicht größere Diagonale spricht für schmalere Ränder und ein neu gestaltetes Gehäuse. Auch die Displaytechnologie wird aufgerüstet: Sie setzt auf Oxide-TFT und RGB-Tandem-OLED, was eine höhere Energieeffizienz und bessere Bildqualität als bei Standard-OLED-Panels verspricht.
Im Inneren des MacBook Ultra sollen die künftigen M6 Pro und M6 Max Chips von Apple werkeln. Doch das größere Thema ist nicht der Leistungszuwachs, sondern das mögliche neue Design. Seit den M1 Pro und M1 Max Modellen von 2021 hat Apple am Erscheinungsbild des MacBook Pro nichts Grundlegendes geändert. Jetzt könnte es dünner und leichter werden, während Kühlung und Leistung für Profi-Anforderungen erhalten bleiben.
Der wohl kontroverseste Schritt wäre ein Touchscreen. Apple hat stets betont, dass Macs keinen Touchscreen benötigen – seine Einführung wäre eine der größten Kehrtwendungen in der Geschichte der Modellreihe. Falls das Gerücht stimmt, wäre das MacBook Ultra nicht nur ein weiteres Laptop mit neuem Chip, sondern der erste Schritt zu einer engeren Verzahnung von Mac und iPad.
Eine weitere Option: Statt der aktuellen Notch könnte ein Ausschnitt in Anlehnung an die Dynamic Island kommen. Das würde das MacBook optisch an das iPhone annähern und die Fläche um die Kamera vielleicht für Mitteilungen, Statusanzeigen und Hintergrundaktivitäten nutzbar machen. Ob das praktischer wäre als die derzeitige Lösung, ist noch offen.
Basierend auf Leaks könnte das MacBook Ultra oberhalb des Standard-MacBook Pro positioniert werden, statt es zu ersetzen. Mit OLED, Touchscreen, einem dünneren Gehäuse, neuen Chips und einem überarbeiteten Design hat Apple gute Gründe, eine separate Premium-Kategorie zu schaffen. Stellt das Unternehmen es tatsächlich in diesem Herbst vor, wäre das die einschneidendste MacBook-Überarbeitung seit fünf Jahren.