Das Galaxy Z Flip8 von Samsung wird bei der Chip-Strategie nicht denselben Weg gehen wie das letztjährige Flip7, das weltweit nur mit dem Exynos 2500 auf den Markt kam. Laut der koreanischen Publikation The Bell kommt bei dem neuen Foldable je nach Markt ein anderer Prozessor zum Einsatz. Südkorea und Europa erhalten den Exynos 2600, während andere Regionen auf einen Qualcomm-Chip umsteigen.
Noch ist nicht klar, welcher Snapdragon außerhalb von Europa und Korea zum Einsatz kommt. Leaks nennen Namen wie Snapdragon 8 Elite Gen 5 oder Snapdragon 8 Gen 5. Bei den größeren Foldable-Modellen – dem Galaxy Z Fold8 und dem Galaxy Z Fold Wide – soll es dagegen rein auf Snapdragon setzen, ohne regionale Abweichungen.
Ein Mitarbeiter der Samsung-MX-Sparte erläuterte die Strategie: Käufer des Flip legten mehr Wert auf Design und Portabilität als auf pure Leistung. Daher sei der Einsatz des hauseigenen Prozessors bei diesem Modell weniger riskant als bei der Fold-Reihe, deren Zielgruppe stärker auf Flaggschiff-Spezifikationen achte.
Hinzu kommt ein klares wirtschaftliches Motiv: Der Exynos 2600 kostet Samsung weniger als ein Flaggschiff-Snapdragon. Die MX-Sparte leidet derzeit unter steigenden Kosten für teureren Arbeitsspeicher und Flash-Speicher. Die breitere Nutzung von Exynos hilft, die Margen zu schützen, und unterstützt gleichzeitig die LSI- und Foundry-Sparten, die für Chipdesign und Fertigung zuständig sind.
Für potenzielle Käufer des Galaxy Z Flip8 könnte diese Nachricht zweischneidig sein. Tests des Galaxy S26 zeigten, dass Exynos-2600-Varianten bei Leistung und Akkulaufzeit hinter den Snapdragon-Versionen zurücklagen. Und das Flip8 wird Berichten zufolge kein großes Upgrade bei Akku oder Ladegeschwindigkeit erhalten. Die wichtigste Hardware-Neuerung soll ein neues Scharnier sein, das die Display-Falte reduziert, während die Kameras wohl denen des Vorgängers ähneln.
Samsung will das Galaxy Z Flip8, das Galaxy Z Fold8 und das Galaxy Z Fold Wide voraussichtlich im Juli vorstellen, wahrscheinlich am 22. Juli. Die Quelle von The Bell deutete zudem an, dass Samsung den Exynos-Einsatz bis 2027 noch weiter ausweiten könnte. Das spricht dafür, dass das Galaxy S27 und S27+ in den meisten Märkten den Exynos 2700 erhalten, wenn die Komponentenpreise weiter steigen.