Xreal Aura: Android-XR-Brille soll mehr sein als ein Zusatzdisplay

Xreal Aura bringt Android XR in AR-Brillen mit externem Rechner
© Xreal

Xreal hat Aura vorgestellt, seine erste AR-Brille auf Basis von Android XR. Das Gerät war zuvor als Project Aura bekannt und wurde nach mehreren Monaten voller Teaser auf der AWE 2026 gezeigt. Die wichtigsten technischen Daten liegen nun vor, doch die für Käufer entscheidende Frage bleibt offen: der genaue Preis und der Termin für den Verkaufsstart.

Aura läuft mit Android XR, integriert Gemini und nutzt den neuen Snapdragon Reality Elite von Qualcomm. Ein Teil der Aufgaben für Spatial Computing wird vom Xreal-X1S-Coprozessor übernommen, der Sensordaten verarbeitet und das Bild an das transparente optische Display-System weitergibt.

Die Brille bietet ein Sichtfeld von 70 Grad und Sony-Micro-OLED-Panels mit 1920 × 1200 Pixeln pro Auge. Die Bildwiederholrate erreicht 120 Hz. Dazu kommt eine elektrochrome Abdunklung der Gläser, damit digitale Inhalte bei Bedarf klarer vor der Umgebung sichtbar werden.

Bei der Bedienung setzt Xreal stark auf Handtracking. Frontkameras liefern sechs Freiheitsgrade, Gestenerkennung und räumliche Interaktion mit der Oberfläche. Vollständig eigenständig ist Aura dennoch nicht: Die Rechenleistung steckt in einem externen Modul mit Snapdragon Reality Elite und einem Akku mit 4455 mAh.

Dieses Rechenmodul soll in Varianten mit bis zu 16 GB RAM und bis zu 512 GB Speicher erscheinen. Xreal bereitet außerdem ein Ökosystem aus Apps, Spielen und Arbeitswerkzeugen vor, darunter Fallout: Factions, Demeo und Cubism. Damit positioniert das Unternehmen Aura nicht nur als Display für Smartphone oder PC, sondern als vollwertige XR-Plattform.

Vorbestellungen sind bereits in den USA, Großbritannien und Japan möglich. Eine Reservierung für 99 US-Dollar bringt Käufern Guthaben für den späteren Kauf, der limitierte Founder Priority Pass kostet 299 US-Dollar. Die Basisversion von Aura soll unter 1500 US-Dollar liegen, der endgültige Preis ist aber noch nicht genannt. Der Verkaufsstart wird für Herbst 2026 in den USA, Kanada, Japan, Südkorea und Großbritannien erwartet, weitere europäische Länder sollen später folgen.