Android 17 ist bereits für Smartphones von Google Pixel erschienen, und der nächste große Schritt für das Xiaomi-Ökosystem dürfte HyperOS 4 werden. Dieses Update wirkt nicht wie ein gewöhnlicher jährlicher Versionssprung, sondern eher wie eine spürbare Überarbeitung des Systems: Erwartet werden architektonische Änderungen, eine aufgefrischte Oberfläche, eine interaktive „Insel“ auf dem Sperrbildschirm, tiefere KI-Funktionen für Alltagsaufgaben sowie stärkere Datenschutz- und Sicherheitsmechanismen.
Eine offizielle Geräteliste hat Xiaomi bisher nicht veröffentlicht, deshalb basiert die aktuelle Übersicht auf der Update-Politik des Unternehmens und auf Leaks. Wenn die Quellen recht behalten, soll HyperOS 4 für Xiaomi 13T, 14, 14T, 14 Civi, 15, 15T, 17, 17T und Mix Flip erscheinen. Bei Redmi werden die Serien Redmi Note 14 und Note 15, Redmi 15, 15A, 15C, Redmi A5, A7, Redmi Turbo 5 und Redmi Pad 2 genannt. Für POCO wird das Update bei den Serien POCO F6, F7 und F8, X6, X7 und X8, M7 und M8, C71, C81 und C85 sowie bei POCO Pad X1, Pad M1 und Pad C1 erwartet. Geräte, bei denen die Quellen unsicher sind, wurden bewusst nicht aufgenommen.
Ein genauer Veröffentlichungstermin steht noch nicht fest, doch Branchenquellen erwarten die Vorstellung von HyperOS 4 im Juli oder August. Wahrscheinlich startet Xiaomi zunächst in China, während die globale Ankündigung einige Wochen später folgt. Nach dem Muster des Vorjahres, als HyperOS 3 im August in China und im September weltweit gezeigt wurde, könnte die internationale Verteilung von HyperOS 4 im Oktober 2026 beginnen. Vor der stabilen Version soll Xiaomi außerdem ein Beta-Programm starten: Laut Digital Chat Station gehören zur ersten Welle in China Xiaomi 17, 17 Pro, 17 Pro Max, 17 Ultra, 17 Max sowie Redmi K90, K90 Pro Max und K90 Pro Max Champion Edition.
Den Leaks zufolge wird eine der zentralen Ideen von HyperOS 4 das Zero-Legacy-Konzept auf Basis von Android 17. Xiaomi soll alten Code und veraltete SDKs entfernen, um Systemballast zu reduzieren, den RAM-Verbrauch zu senken, App-Starts zu beschleunigen und Ruckler in Animationen zu verringern. Ein Teil der Basis-Apps und Systemkomponenten wird Berichten zufolge mit Rust und Flutter neu geschrieben. Das soll Speichersicherheit, Hintergrundoptimierung und die Einheitlichkeit der Oberfläche auf verschiedenen Geräten verbessern.
Optisch dürfte HyperOS 4 den „Liquid Glass“-Ansatz weiter ausbauen, den Xiaomi bereits in HyperOS 3 gezeigt hat: Erwähnt werden glänzende Ebenen, transparente Elemente, Milchglas-Effekte und lebendigere Animationen. Außerdem ist von Farbpaletten im Leica-Stil, intelligenterem Multitasking zwischen Geräten, aggressiverem Management von Hintergrundprozessen, kontextbezogenen KI-Werkzeugen und einer softwarebasierten Blickschutzfunktion für den Bildschirm die Rede, deren Idee an Privacy Display beim Galaxy S26 erinnert. Preise nennt das Ausgangsmaterial nicht.