Das tägliche Ausschalten des Smartphones, das viele für eine sinnvolle Gewohnheit halten, dürfte die Lebensdauer des Geräts kaum verlängern. Im Gegenteil: Diese Art von Fürsorge kann zusätzliche Belastung erzeugen. Wie BGR schreibt, können regelmäßige Zyklen aus vollständigem Herunterfahren und anschließendem Start manchmal das Risiko früher Probleme mit dem Gerät erhöhen.
Die Autoren weisen darauf hin, dass manche Nutzer ihr Telefon nachts ausschalten, weil sie glauben, das Gerät „ruht” dann und verschleißt weniger. Doch moderne Smartphones sind von Anfang an für langen Dauerbetrieb ausgelegt, sodass ständiges Ausschalten ohne klaren Grund kaum einen spürbaren Vorteil bringt.
Bei jedem Einschalten startet das Gerät das System, Hintergrunddienste und Apps neu, prüft die Netzwerkverbindung und erledigt weitere ressourcenintensive Prozesse. In diesem Moment kann die Belastung für Komponenten und Akku höher sein als im normalen Standby. Häufige Neustarts sollten deshalb nicht zum täglichen Ritual werden.
Dazu kommt ein praktischer Punkt: Ein ausgeschaltetes Telefon kann im Notfall nutzlos sein. Wer nachts dringend telefonieren, Hilfe rufen oder eine wichtige Benachrichtigung erhalten muss, verliert zusätzliche Zeit beim Hochfahren. Für ruhigen Schlaf ohne Anrufe und Nachrichten sind der Lautlosmodus oder „Nicht stören” die bessere Wahl.