Xbox und Exklusivspiele: Microsoft nähert sich offenbar PlayStation an

Xbox könnte Exklusivspiele stärker wie PlayStation nutzen
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Microsoft könnte laut einem Bericht von Bloomberg seinen Umgang mit Xbox-Exklusivspielen deutlich umbauen und sich stärker an Sony orientieren. Der neue Kurs unter Xbox-Chefin Asha Sharma soll vorsehen, dass große Singleplayer-Projekte, vor allem teure AAA-Spiele eigener Studios, im Xbox-Ökosystem bleiben. Gemeint sein dürften Xbox Series, PC und ein künftiges Gerät mit dem Codenamen Project Helix, das als Mischung aus Konsole und Computer beschrieben wird.

Multiplayer-Spiele sollen dagegen weiter plattformübergreifend erscheinen. Für Xbox ist das kein neuer Ansatz: Breite Veröffentlichungen helfen, eine große Spielerschaft, Ingame-Umsätze und Onlinedienste über verschiedene Geräte hinweg zu erhalten. Einfach gesagt könnte Microsoft die Strategie aufteilen: Story-Blockbuster stärken die eigene Plattform, Online-Spiele erscheinen breiter.

Als Hauptziel gilt der Versuch, die Verkäufe von Xbox-Plattformen anzukurbeln, nachdem die Wette auf Game Pass nicht den erhofften Effekt gebracht hat. Dem Bericht zufolge kam der Dienst bis zum Ende des Geschäftsjahres 2026 auf rund 30 Millionen Abonnenten, während das ursprüngliche Ziel aus dem Jahr 2017 bei 77 Millionen lag. Diese Lücke dürfte ein Grund für die strategische Kehrtwende sein.

Der mögliche Kurswechsel fällt in eine Phase harter Umbrüche in Microsofts Gaming-Sparte. Zuvor war von Massenentlassungen, dem Verkauf oder der Ausgliederung einzelner Studios sowie von der Einstellung mehrerer unangekündigter Spiele die Rede. Außerdem hieß es, Gespräche und Verträge rund um Game Pass mit externen Entwicklern seien pausiert worden. Ob sie später wieder aufgenommen wurden, ist unklar.

Bestätigt sich das Gerücht, würde Xbox Singleplayer-Exklusivtitel praktisch als Wachstumshebel für die eigene Plattform einsetzen — ähnlich wie PlayStation. Sonys Beispiel zeigt allerdings auch: Selbst große Exklusivspiele treiben Hardware-Verkäufe nicht immer direkt an, besonders wenn es nur um zeitlich begrenzte Exklusivität geht.