Steam Machine nach 60 Spielen: Konsolenkomfort mit typischen PC-Macken

Steam Machine in über 60 Spielen getestet: Hier schwächelt Valves PC
© Steam / store.steampowered.com

Der Reddit-Nutzer u/arex333, in der Community als „Unscientific Testing Guy“ bekannt, hat seine Eindrücke von der Steam Machine nach neun Tagen Nutzung und Tests in mehr als 60 Spielen geteilt. Insgesamt gefiel ihm das Gerät von Valve: Es passt gut ins Wohnzimmer und fühlt sich in vielen Situationen wie eine Konsole an, auch wenn die typischen Eigenheiten eines PCs nicht vollständig verschwunden sind.

Am meisten lobte der Autor SteamOS. Die Oberfläche sei einfach und verständlich, während der Wechsel zwischen Spiele- und Desktopmodus die Flexibilität eines normalen Computers bewahre. Seinen Angaben zufolge kam sogar seine technisch wenig interessierte Frau problemlos mit dem System zurecht. Diese Erfahrung könnte nicht nur für die Steam Machine, sondern auch für andere kompakte PCs mit SteamOS sprechen.

Auch die Leistung fiel besser aus als erwartet. Im Remake von Resident Evil 4 beeinträchtigten eine niedrigere Auflösung und reduzierte Grafikeinstellungen das Spielerlebnis kaum. Aus normaler Entfernung zum Fernseher sei der Unterschied zwischen 1440p, 1620p und 1800p nur schwer zu erkennen. Von mehr als 60 getesteten Spielen zeigten nur Borderlands 4 und Star Wars Jedi: Survivor ernsthafte Leistungsprobleme—selbst manuelle Anpassungen sorgten nicht für eine angenehm spielbare Bildrate.

Die Steam Machine überzeugte außerdem mit ihren kompakten Abmessungen, dem nahezu lautlosen Betrieb und einer reaktionsschnellen Oberfläche, die sich schneller als auf dem Steam Deck anfühlte. Spiele liefen sogar von einer schnellen SD-Karte, ohne dass die Ladezeiten merklich stiegen. Die Kompatibilität war hoch: Abgesehen von einigen Multiplayer-Titeln mit nicht unterstütztem Anti-Cheat, darunter Marathon, Apex Legends und Call of Duty, fand der Nutzer kein Spiel, das den Start komplett verweigerte. Auch die meisten Controller, Headsets, Tastaturen, Mäuse und Laufwerke funktionierten problemlos.

Der größte Nachteil bleibt, dass die Steam Machine weiterhin ein PC in schicker Verpackung ist. Automatische Grafikvoreinstellungen sind oft unglücklich gewählt: Ältere Spiele starten mitunter in seltsamen Auflösungen, während anspruchsvolle Titel zunächst nur rund 20 FPS erreichen, bis die Einstellungen manuell angepasst werden. Zusätzliche Launcher in Spielen wie Star Wars Jedi: Survivor und Assassin’s Creed Valhalla stören ebenfalls das Konsolengefühl, weil Anmeldungen, Fenster und weitere Schritte nötig sind.