OnePlus hat den Rückzug aus Nordamerika und Europa bestätigt, während der Mutterkonzern OPPO die nächsten Schritte erläutert. OnePlus wird in diesen Regionen keine neuen Geräte mehr auf den Markt bringen. Das Unternehmen spricht von einer neuen strategischen Ausrichtung, nennt aber noch nicht die Märkte, auf denen die Marke weiterhin neue Produkte veröffentlichen wird.
Der Schritt kommt nicht völlig überraschend: OnePlus und OPPO teilen sich seit Langem Hardwareplattformen, Softwaregrundlagen und Lieferketten. OnePlus-Mitgründer Pete Lau kehrte 2020 in die OPPO-Führung zurück und übernahm die Produktplanung. Vor diesem Hintergrund verschwimmt die Grenze zwischen beiden Marken immer stärker.
Bestehenden OnePlus-Kunden wird weitere Unterstützung zugesichert. OPPO will Garantieverpflichtungen erfüllen, den Kundendienst fortführen und weiterhin Softwareupdates bereitstellen.
Die sichtbarste Änderung betrifft die Software. Laut OPPO werden OnePlus-Smartphones in Europa und Nordamerika in den kommenden Monaten schrittweise von OxygenOS auf ColorOS umgestellt. Damit wechseln auch bereits verkaufte Geräte nach und nach auf die Benutzeroberfläche von OPPO.
Der Rückzug von OnePlus bedeutet nicht, dass OPPO den Westen aufgibt. In Europa will das Unternehmen weiterhin Smartphones und andere Geräte verkaufen, während es in den USA keine eigene Präsenz mehr haben wird. Neue OnePlus-Produkte sind in beiden Regionen nicht mehr geplant.