Oura prüft, die Fotodioden des PPG-Sensors nicht nur zur Pulsmessung, sondern auch zur Erfassung des Umgebungslichts einzusetzen. Die entsprechenden Patentanmeldungen wurden am 16. Juli 2026 vom US-Patent- und Markenamt veröffentlicht. Den Unterlagen zufolge könnte der smarte Ring Lichtintensität, Einwirkdauer und einzelne Wellenlängen bestimmen. Theoretisch ließe sich damit sogar die tägliche UV-Belastung des Nutzers abschätzen.
Im Mittelpunkt steht der Schlaf. Die Oura-App könnte warnen, wenn es im Schlafzimmer zu hell ist und das Einschlafen erschwert. Lichtdaten könnten neben Puls, Körpertemperatur und Aktivität außerdem in die Bewertung der Schlafqualität einfließen. Mit kompatiblen Smart-Home-Geräten könnte der Ring automatische Abläufe starten — etwa das Licht dimmen oder Jalousien schließen. Ohne smarte Lampen oder Vorhänge würde die App einfache Hinweise geben, zum Beispiel die Vorhänge zuzuziehen oder die Helligkeit zu reduzieren.
Oura hat bereits ein Ringdesign mit austauschbarem Akku patentieren lassen. Veröffentlichte Patente bedeuten jedoch nicht automatisch, dass Lichtmessung und Smart-Home-Steuerung tatsächlich in Serienprodukten landen.