Sony Interactive Entertainment hat eine Analogstick-Konstruktion mit kontaktloser Neigungserkennung patentiert. Die Technik könnte das Risiko von Stick-Drift verringern — also ungewollte Bewegungen von Cursor oder Spielfigur, die häufig durch den Verschleiß mechanischer Teile herkömmlicher Potenziometer entstehen.
Die Unterlagen beschreiben einen Sensor, der die Position des Sticks erfasst, ohne den beweglichen Teil des Mechanismus direkt zu berühren. Laut Sony soll das auch nach langer Nutzung eine hohe Genauigkeit bei der Bewegungserkennung ermöglichen. Die Konstruktion verhindert zudem, dass sich der Schaft beim Neigen unbeabsichtigt dreht.
Das Funktionsprinzip erinnert an Magnetsensoren in Hall-Effekt-Sticks und moderneren TMR-Modulen von Drittanbietern. Da das Messelement die beweglichen Teile nicht berührt, ist es weniger anfällig für physischen Verschleiß. Sony bezeichnet die patentierte Technik allerdings nicht ausdrücklich als TMR.
Außerdem sieht das Unternehmen einen Federmechanismus zur Rückstellung in die Neutralposition sowie zusätzliche Stabilisierungselemente vor. Sie sollen die Steuerungspräzision erhöhen und Abweichungen nach langer Nutzung reduzieren. Beim DualSense Edge wird möglicher Verschleiß anders gelöst: Das komplette Stick-Modul lässt sich austauschen.
Das Patent bedeutet nicht, dass die neue Konstruktion zwingend in einem PlayStation-6-Controller landet oder überhaupt serienreif wird. Sony meldet regelmäßig experimentelle Entwicklungen an, die nie in kommerziellen Geräten erscheinen. Das Dokument zeigt dennoch, dass der Konzern nach einem Ersatz für eine der wichtigsten Verschleißstellen moderner Gamepads sucht.