Apple prüft weiterhin verschiedene Bezugsquellen für Speicher, darunter auch chinesische Hersteller, obwohl US-Politiker dagegen protestieren. Bei der jüngsten Besprechung der Geschäftszahlen räumte das Unternehmen ein, dass die Speicherkosten weiter steigen. Im vergangenen Quartal waren die Komponenten teurer als zuvor, und im nächsten Berichtszeitraum könnten die Ausgaben nochmals zulegen. Vorhandene Lagerbestände dämpfen den Effekt bislang teilweise.
Auf mögliche Käufe von DRAM beim chinesischen Hersteller CXMT und von NAND-Flashspeicher bei YMTC angesprochen, erklärte Apple, weiterhin mehrere Lieferoptionen zu prüfen. Zusätzliche Produzenten könnten die Verfügbarkeit verbessern, doch der Einfluss auf die Preise ist noch unklar.
Frühere Berichte hatten bereits darauf hingewiesen, dass Apple DRAM von CXMT testet. Das könnte ein erster Schritt zur Aufnahme des Unternehmens in Apples Lieferkette sein. Die Financial Times berichtete zudem, Apple habe bei der Regierung von Donald Trump Unterstützung für mögliche Einkäufe bei CXMT gesucht. Das Unternehmen steht wegen mutmaßlicher Verbindungen zur chinesischen Volksbefreiungsarmee auf einer schwarzen Liste des Pentagons. Chinesischer Speicher soll demnach nur in Geräten für den chinesischen Markt eingesetzt werden.
Eine Gruppe von US-Abgeordneten fordert Apple auf, diese Pläne aufzugeben. Senatoren verlangten außerdem eine Bestätigung bis zum 21. August, dass Apple keinen Speicher von chinesischen Anbietern kaufen werde, sowie Angaben zu möglicherweise weitergegebenen technischen Informationen. Apples jüngste Aussagen zeigen jedoch, dass der Konzern weiterhin alle verfügbaren Bezugsquellen prüft.