Samsung Display entwickelt ein neues CTG-Schutzglas für faltbare Displays, das die sichtbare Falte im Bildschirm abschwächen könnte. Insider Ice Universe berichtete darüber unter Berufung auf koreanische Medien. CTG steht für Center Etched Thin Glass, also dünnes Glas mit einer geätzten Mittelzone.
Aktuelle Foldable-Displays nutzen ultradünnes UTG-Glas, das meist über die gesamte Fläche gleich dick ist. Diese Konstruktion sorgt für Stabilität und eine ebene Oberfläche, doch der mittlere Bereich wird bei jedem Falten besonders belastet. Mit der Zeit kann dadurch die Displayfalte deutlicher werden.
Bei CTG soll der zentrale Abschnitt durch präzises chemisches Ätzen dünner ausfallen, während die Ränder dicker bleiben. So wird die Biegezone flexibler, während der übrige Teil das Display weiterhin stützt und schützt.
Laut Ice Universe könnte die Struktur mechanische Spannungen und bleibende Verformungen verringern. Dadurch könnte sich eine ausgeprägte Falte bei langer Nutzung langsamer bilden. Außerdem könnte CTG zusätzliche Verstärkungsschichten überflüssig machen und dünnere Foldables ermöglichen.
Eine der größten Herausforderungen sind gleichmäßige optische Eigenschaften auf der gesamten Fläche. Unterschiedliche Glasstärken können Reflexionen verändern, eine sichtbare Grenze erzeugen oder als Unebenheit spürbar sein. Zum Ausgleich könnten transparente Materialien mit passendem Brechungsindex, hoher Festigkeit und guter Faltbeständigkeit nötig sein.
Die Technik befindet sich noch in der Entwicklung; einen Zeitplan für Seriengeräte gibt es nicht. Löst Samsung Display die Fertigungs- und Optikprobleme, könnte CTG nach dem Wechsel von CPI-Polymerabdeckungen zu ultradünnem UTG-Glas der nächste Entwicklungsschritt sein.