Der Betreiber des YouTube-Kanals TrashBench verwandelte das NAS ZimaCube 2 Pro in einen Gaming-PC, indem er eine GeForce RTX 5060 anschloss. Das ungewöhnliche System steigerte die Bildrate um bis zu 828 Prozent und stellte unter Geräten mit Intel Core i5-1235U einen 3DMark-Time-Spy-Rekord auf.
Das ZimaCube 2 Pro ist mit einem mobilen Intel Core i5-1235U mit zwei Performance- und acht Effizienz-Kernen sowie integrierter Iris-Xe-Grafik ausgestattet. In der Ausgangskonfiguration erreichte das Gerät bei 1080p und niedrigen Grafikeinstellungen rund 18 fps in Hitman 3, 13 fps in Cyberpunk 2077 und 31 fps in Shadow of the Tomb Raider.
Zunächst installierte der Modder eine professionelle Radeon Pro WX5100, die die Leistung im Durchschnitt um etwa 40 Prozent erhöhte. Für flüssiges Spielen reichte das jedoch weiterhin nicht. Anschließend wurde eine RTX 5060 über einen Riser mit dem freien physischen PCIe-x16-Steckplatz verbunden, der im Modus PCIe 4.0 x4 arbeitet.
Die Grafikkarte passte nicht ins Gehäuse und wurde deshalb außen mit einem 3D-gedruckten Rahmen und Kabelbindern befestigt. Für die Stromversorgung entfernte der Modder die Festplattenkäfige und setzte ein 750-Watt-SFX-Netzteil in den freien Schacht, verdeckt von der magnetischen Frontblende.
Nach dem Umbau lief Hitman 3 im Schnitt mit 167 fps, rund 828 Prozent mehr als zuvor. Cyberpunk 2077 legte von 13 auf 90 fps zu, während Shadow of the Tomb Raider von 31 auf 124 fps sprang.
Eine zusätzliche Flüssigkeitskühlung für den Prozessor brachte keinen Vorteil und senkte die Leistung sogar leicht. Der Core i5-1235U überhitzte ohnehin nicht, während die RTX 5060 bereits durch die CPU ausgebremst wurde. Bei einem Einstiegspreis von 1.299 US-Dollar ist der Umbau deutlich weniger praktisch als ein klassischer Gaming-PC, zeigt aber, dass sich selbst ein NAS in ein erstaunlich leistungsfähiges Spielesystem verwandeln lässt.