iOS 26.2: Drittanbieter-Assistenten fürs iPhone, neues AirDrop und offene NFC-Zahlungen

In der dritten Beta von iOS 26.2 deutet sich ein größerer Systemumbau an: Apple macht das iPhone fit für Sprachassistenten von Drittanbietern – Google Gemini und ChatGPT –, während AirDrop eine Bedienverbesserung in Aussicht steht. Das verspricht mehr Freiheiten an Stellen, die bislang fest mit dem System verdrahtet waren.

Bislang ließ sich Siri auf dem iPhone nicht ersetzen: Ein langes Drücken der Seitentaste rief stets Apples Assistentin auf. MacRumors fand jedoch in der neuen Beta Code, in dem die Siri-Nennung durch einen neutralen Platzhalter ersetzt ist. Eine Passage beschreibt die Wahl einer Standard-App für die Seitentaste, eine andere weist auf einen Hinweis hin, falls der gewählte Assistent keine Sprachbefehle unterstützt. Diese Weichenstellung dürfte mit dem europäischen DMA-Gesetz zusammenhängen, das Apple zu mehr Gleichbehandlung für Drittanbieter drängt.

Die Öffnung betrifft zudem das Bezahlen: Ein doppeltes Drücken der Seitentaste könnte künftig alternative NFC-Zahlungsdienste statt Apple Pay starten. Das wäre ein Bruch mit dem bislang geschlossenen Ökosystem – und würde Nutzern erstmals echte Wahlfreiheit bei zentralen Systemaktionen geben.

Parallel dazu soll iOS 26.2 AirDrop alltagstauglicher machen. Laut 9to5Mac können Geräte sich per PIN koppeln und bleiben nach der Bestätigung 30 Tage lang in AirDrop sichtbar. Damit adressiert Apple das aktuelle Entweder-oder: entweder 10 Minuten Sichtbarkeit für alle oder dauerhaft nur für Kontakte.

Die Veröffentlichung von iOS 26.2 wird in den kommenden Monaten erwartet und könnte zu einer der radikalsten Aktualisierungen des iPhone-Ökosystems seit Jahren werden. Sollte all das in der finalen Version landen, fühlt sich iOS im Alltag spürbar anders an – weit mehr als es reine Kosmetik je leisten könnte.