P-Phone im Check: Backup‑Smartphone für Notfälle ohne SIM

P-Phone will das ideale Reserve-Handy sein – ein Gerät, an das die meisten erst denken, wenn das Hauptsmartphone verloren geht, den Geist aufgibt, kaputt ist oder gestohlen wurde. Phoneado setzt auf eine schlichte Antwort: ein kleines, leichtes Gerät, das erreichbar bleibt, wenn das Primärtelefon ausfällt.

Im Kern stützt sich P-Phone auf Phoneados eigene P Phones Messenger-App und Wi‑Fi. Es funktioniert mit iPhone und Android, kommt ohne SIM, Mobilfunkvertrag oder Abos aus und verzichtet bewusst auf soziale Netzwerke – eine klare Fokussierung. Stattdessen gibt es die Dinge, die im Notfall zählen: Anrufe auf derselben Nummer tätigen und empfangen, Kontakte und Fotos mit dem Hauptgerät synchronisieren sowie Geräte-Funktionen zum Wiederfinden auf beiden Plattformen nutzen.

Die Einrichtung läuft in drei Schritten: die App aufs Haupttelefon laden, sich auf dem P-Phone mit der eigenen Nummer anmelden und Anrufe, Nachrichten sowie Dienste wie gewohnt verwenden. Eingebaute Karten helfen bei der Navigation ohne Primärgerät, und mit dem P-Phone aufgenommene Fotos landen automatisch in der Hauptgalerie. Für die Sicherheit sorgt Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.

Die Macher sehen den Bedarf eindeutig: 66% der Amerikaner erleben Nomophobie – die Angst, ohne Telefon zu sein – und bis zu 70 Millionen Smartphones gehen jährlich verloren oder nehmen Schaden. P-Phone positioniert sich als Sicherheitsnetz für Auto oder Tasche. Es wiegt 150 Gramm, hält bis zu 16 Stunden durch und beschränkt sich bewusst auf ein kleines App‑Set: Karten, Gerätefinder, Taxidienste und CashApp. Der Ansatz wirkt angenehm pragmatisch – eher Rettungsring als ein weiterer Bildschirm, der um Aufmerksamkeit buhlt.

Der Verkauf ist für Januar 2026 vorgesehen. Der Preis liegt bei $299, mit Vorbestellerangeboten darunter: ein VIP Launch für $199 sowie ein Zweierpack für $390. Zur Auswahl stehen fünf Farben – Midnight Black, Polar White, Crimson Red, Royal Blue – sowie eine limitierte Rainbow Prism‑Variante.

Das frühe Interesse wirkt solide. Eine Kickstarter‑Kampagne hat $27.875 bei einem Ziel von $5.000 eingesammelt, noch bleiben 27 Tage. Dieser Start legt nahe, dass Phoneado sich eine Nische sichern könnte – Backup‑Smartphones scheinen für deutlich mehr Menschen nützlich zu sein, als es auf den ersten Blick wirkt.