AMD patcht den Linux-Kernel: GFXHUB 12.1 weist auf CDNA 5 und Instinct MI430/MI450

AMD hat begonnen, neue Patches für den Linux‑Kernel einzuspielen, die Unterstützung für GPU‑IP‑Blöcke der nächsten Generation hinzufügen. Solche Updates deuten erfahrungsgemäß darauf hin, dass ein Hersteller frische GPU‑Architekturen in Stellung bringt. In dieser Runde ragt das Modul GFXHUB 12.1 heraus — ein möglicher Fingerzeig auf die CDNA‑5‑Architektur, die voraussichtlich die kommenden Instinct‑Beschleuniger MI430 und MI450 für High‑Performance‑Computing und KI antreiben soll. Theoretisch könnte es auch eine kommende integrierte GPU betreffen; die Anzeichen sprechen jedoch eher für Compute‑Beschleuniger.

Die eingereichten Patches bringen Support für mehrere aufgefrischte IP‑Blöcke: PSP 15.0.8 für die Plattform­sicherheit, IH 7.1 als Interrupt‑Controller, MMHUB 4.2 als Grafikmodul, GFXHUB 12.1 als GPU‑Subsystem sowie GMC 12.1 als Grafik‑ und Speichercontroller. Als Paket betrachtet wirkt das wie die klassische Vorbereitung auf eine völlig neue Hardware‑Generation.

Welche Produkte GFX 12.1 erhalten, hat AMD noch nicht genannt. Fest steht: Die Radeon‑RX‑9000‑Grafikkarten auf RDNA‑4‑Basis setzen auf die Architektur GFX 12. Vor diesem Hintergrund könnte GFX 12.1 eine erweiterte Ausprägung von GFX 12 für künftige integrierte GPUs sein, ein Baustein für RDNA 5 oder Teil der Plattform für CDNA‑5‑Beschleuniger. Frühe Leaks brachten die Kennung GFX1250 mit CDNA 5 und GFX1300 mit RDNA 5 in Verbindung.

Gleichzeitig spricht wenig dafür, dass die Änderungen primär eine integrierte GPU adressieren: Alle Zen‑5‑APUs nutzen RDNA‑3.5‑Grafik, ein schneller Sprung zu RDNA 4 in Embedded‑Lösungen wirkt daher unwahrscheinlich. Plausibler erscheint, dass die Patches auf die Instinct‑MI400‑Reihe auf CDNA 5 zielen — die Auswahl der IP‑Blöcke untermauert diese Lesart leise, aber deutlich.