Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 6: Pro vs. Standard, 2 nm und 2+3+3-Layout

Ein neuer Leak aus China wirft Licht auf Qualcomms nächste Generation von Flaggschiff-Prozessoren. Wie bereits zuvor berichtet, soll der Snapdragon 8 Elite Gen 6 in zwei Ausführungen kommen: als Standardmodell und als Pro. Inzwischen zeichnet sich ab, dass die Basisversion tatsächlich mit einer weniger leistungsstarken GPU ausgerüstet wird als der Elite Gen 6 Pro. Dennoch soll der bekannte Leaker Digital Chat Station überzeugt sein, dass die Gesamtleistung des Chips Skeptiker überraschen könnte – ein Hinweis darauf, dass bloße Kennzahlen nicht die ganze Geschichte erzählen.

Die Quelle betont, dass beide Prozessoren – Elite Gen 6 und Elite Gen 6 Pro – im 2-nm-Verfahren von TSMC gefertigt werden sollen und auf ein neues CPU-Cluster-Layout 2+3+3 umstellen, weg vom heutigen 2+6. Unklar ist weiterhin, ob Qualcomm auf den Basisknoten N2 oder das neuere N2P setzt; andere Insider halten jedoch daran fest, dass sich Qualcomm, MediaTek und Apple aus Stabilitätsgründen für N2 entschieden haben.

Die Unterschiede beschränken sich nicht auf die Grafikeinheit. Dem Vernehmen nach verzichtet der Standard-Elite-Gen-6 auf LPDDR6-Unterstützung, während das Pro-Modell auf Ultra-Flaggschiffe abzielt. Diese Trennung deutet auf eine klarere Segmentierung hin: Zwischen Mainstream-Topmodellen und der kompromisslosen Spitze verläuft die Linie künftig schärfer.

Der Preis spielt dabei offenkundig eine zentrale Rolle. Smartphones mit dem Snapdragon 8 Elite Gen 6 sollen dem Vernehmen nach bei 4.000 Yuan (rund 565 US-Dollar) starten – ein Ansatz, mit dem Qualcomm in den mittleren und oberen Segmenten Druck auf MediaTek ausüben könnte. Zugleich dürfte die Pro-Variante teurer werden und voraussichtlich die Stückkosten des Snapdragon 8 Elite Gen 5 übertreffen, die auf etwa 280 US-Dollar geschätzt werden. Sollte sich das bewahrheiten, wäre der Wettbewerbsdruck in den beliebten Preisklassen deutlich spürbar.

Bis zur Premiere der Snapdragon-8-Elite-Gen-6-Reihe vergeht noch fast ein Jahr, vieles kann sich also noch ändern. Die Richtung wirkt dennoch klar: Qualcomm bereitet einen spürbaren Architekturwechsel vor und positioniert sich, um 2026 den Wettbewerbsdruck zu erhöhen.