Nvidia liefert GPUs ohne VRAM-Bundle: Folgen für AIC-Partner
Bericht: Nvidia liefert GPUs ohne gebündelten VRAM. AIC-Partner beschaffen Speicher selbst; Risiken für kleinere Marken, Qualitätsrisiken und strenge AVL.
Bericht: Nvidia liefert GPUs ohne gebündelten VRAM. AIC-Partner beschaffen Speicher selbst; Risiken für kleinere Marken, Qualitätsrisiken und strenge AVL.
© A. Krivonosov
Berichte deuten darauf hin, dass Nvidia seine Lieferung von Komponenten für Grafikkarten neu aufstellt. Der Blogger @Jinhuogu Upgrade Package erklärte, seit dem 22. November bekämen AIC-Hersteller keine Grafikspeicher mehr im Paket mit den GPU-Chips. Die Partner erhielten demnach nur noch die GPUs und müssten die Speichermodule bei Drittanbietern einkaufen. Das wäre eine spürbare Zäsur im bisherigen Modell.
Zuvor habe Nvidia GPUs und Speicher gemeinsam ausgeliefert, was es auch kleineren AIC-Marken erlaubte, ohne direkte Verträge mit DRAM-Herstellern zu arbeiten. Ohne gebündelten VRAM stünden diese Unternehmen nun blank da: Viele hätten keine eingespielten Beschaffungskanäle und liefen Gefahr, die Kartenproduktion nicht fortsetzen zu können. Für einen Teil des Marktes sei das Geschäft damit faktisch gelaufen, so seine Einschätzung. Sollte sich die Änderung bestätigen, verlagere das Beschaffungsrisiko nach unten und könnte die schwächsten Anbieter rasch unter Druck setzen.
In den Kommentaren wurde darauf hingewiesen, die Speicherqualität könne künftig deutlich stärker zwischen großen und kleinen Anbietern schwanken—wo zuvor vor allem Design und Kühlung ins Auge fielen. Der Blogger ergänzte, Nvidia reguliere streng, welcher Speicher zulässig sei, und der Einsatz von Modulen außerhalb der Approved Vendor List (AVL) sei strikt untersagt. Diese Aufsicht begrenze zwar das Chaos, nehme den kleineren Marken jedoch nicht den neuen Druck. Für Käufer dürfte das künftig mehr genaues Hinsehen bedeuten.
Auch wenn die Quelle den Namen nicht ausdrücklich nannte: Die Hinweise auf „Lao Huang“—einen gängigen Spitznamen für Nvidia‑Chef Jensen Huang—und die Abkürzung „NV“ ließen kaum Zweifel daran, dass es um Nvidia ging.