Gaming-Performance trotz teurem RAM: Monitor, GPU und CPU klug aufrüsten
RAM-Preise steigen rasant? Wir zeigen, wie du deinen Gaming-PC ohne teures DDR5 spürbar verbesserst: Monitor-Upgrade, Grafikkarte, CPU-Tausch und Bundles.
RAM-Preise steigen rasant? Wir zeigen, wie du deinen Gaming-PC ohne teures DDR5 spürbar verbesserst: Monitor-Upgrade, Grafikkarte, CPU-Tausch und Bundles.
© A. Krivonosov
Die Speicherpreise klettern rasant, und neue DDR5-Kits kosten inzwischen oft mehr als eine Spielkonsole. Für viele Enthusiasten ist das ein Schlag in die Magengrube: Die alte Faustregel „mehr RAM, mehr Tempo“ gilt so nicht mehr. Dennoch gibt es selbst in diesem Preisdruck rund um Arbeitsspeicher Möglichkeiten, das Spielgefühl spürbar zu verbessern – ohne für edle Module übermäßig tief in die Tasche zu greifen.
Die Redaktion von Pepelats News hat mehrere praktische Strategien zusammengestellt, um die Durststrecke zu überstehen und den eigenen PC in dieser Saison sogar sinnvoll aufzurüsten.
Wer noch mit 1080p und 60 Hz spielt, fordert selbst eine starke Grafikkarte kaum heraus. Der Wechsel auf eine höhere Auflösung schärft nicht nur das Bild, er verlagert auch mehr Arbeit auf die GPU und entlastet Prozessor und Arbeitsspeicher. Moderne OLED- und QD-OLED-Panels liefern tiefes Schwarz und hervorragende Farben, während IPS-Displays weiterhin ein guter Preis-Leistungs-Tipp sind. Allein die Auflösung anzuheben kann vertrauten Spielen überraschend neues Leben einhauchen – ganz ohne teure Komponenten zu tauschen.
Der Kostenschub bei Speicher schwappt bereits in den Grafikkartenmarkt, Abwarten dürfte sich daher kaum lohnen. Einige Modelle liegen aktuell unter der unverbindlichen Preisempfehlung, doch das wird nicht von Dauer sein. So liefert AMDs Radeon RX 9070 XT eine Leistung auf dem Niveau einer RTX 5070 Ti, kostet aber weniger – ein attraktiver Kauf, bevor es weiter bergauf geht. Und selbst wenn die CPU nicht zur Spitzenklasse gehört, lassen sich mit den passenden Einstellungen – höhere Auflösung, Qualitäts-Upscaling, Frame Generation – Engpässe abmildern, damit die neue GPU ihr Potenzial ausspielen kann.
DDR5 wird teurer, doch DDR4-Plattformen bieten weiterhin reichlich Aufrüstreserve. Wer bereits genügend Speicher hat, investiert am klügsten in die CPU. Besonders attraktiv wirkt Intel: Der Hersteller hat DDR4-Support bis hin zu Raptor Lake Refresh beibehalten und damit eine breite Auswahl an Optionen der 13. und 14. Generation im Angebot. Der i5-13400F rückt neueren Chips sehr nahe, kostet aber deutlich weniger. Bei AMD ist der Weg verzwickter – die besten AM4-Prozessoren mit 3D-Cache sind schwer aufzutreiben –, aber auf dem Gebrauchtmarkt tauchen mitunter lohnende Angebote auf.
Der RAM-Preissprung ist vorerst im Einzelhandel angekommen, hat Fertigsysteme aber noch nicht voll erfasst – eine seltene Phase, in der ein Komplett-PC günstiger sein kann als der Eigenbau. Manche Modelle kombinieren bereits eine starke CPU, eine aktuelle GPU, eine große SSD und 32 GB Speicher – und kosten weniger als eine Aufrüstung in Einzelteilen. Dieses Zeitfenster dürfte nicht lange offen bleiben, daher ist jetzt ein vernünftiger Zeitpunkt zum Zugreifen.
Kombi-Pakete können das Budget spürbar entlasten. Häufig steckt DDR4 drin, doch es gibt auch DDR5-Optionen, besonders für Intel-Plattformen. So gelingt der Sprung in eine neue Generation, ohne für jedes Teil einzeln den Aufpreis zu zahlen. Ja, ein Bundle bringt vielleicht nur einen mittelmäßigen Kühler oder ein durchschnittliches Mainboard mit, aber in einem Markt mit knapper Verfügbarkeit und hohen Preisen können solche Angebote zu den stillen Favoriten der Saison werden.
Selbst wenn Speicher weiter teurer wird, ist es keineswegs unmöglich, das Gaming-Setup spürbar zu verbessern. Ein besserer Monitor, eine stärkere Grafikkarte, ein kluger CPU-Tausch – oder gleich ein kompletter Fertig-PC – bringen oft mehr als teures DDR5. Entscheidend ist, die Ruhe zu bewahren und in Komponenten zu investieren, die die Leistung wirklich nach vorn bringen – nicht in das, was gerade nur schick aussieht.