AYANEO NEXT 2 vorgestellt: Ryzen‑AI‑Handheld mit 9‑Zoll‑OLED, 16 Zen‑5‑Kernen und 115‑Wh‑Akku

AYANEO hat das NEXT 2-Handheld offiziell vorgestellt — eines der bislang leistungsstärksten Geräte des Unternehmens — basierend auf AMDs Ryzen AI Max+ 395. Unter der Haube arbeiten 16 Zen‑5‑CPU‑Kerne und eine Radeon 8060S-Grafikeinheit mit 40 RDNA‑3.5‑Recheneinheiten; das Leistungsbudget ist mit bis zu 85 W angegeben. In der Praxis rückt diese Kombination klar in die Hosentaschen‑PC‑Liga. Gekühlt wird das System von zwei Lüftern und hocheffizienten Kühlkörpern, ausgelegt auf anhaltende, hohe Lasten — das wirkt auf dem Papier wie eine klare Ansage.

Die Konsole bietet ein 9‑Zoll‑OLED‑Display mit 2400×1504 Pixeln, HDR und erhöhter Bildwiederholrate, während die Energie aus einem massiven 115‑Wh‑Akku kommt — einer der größten in einem Gaming‑Handheld. Frühe Demos ließen auf ein moderates Geräuschniveau schließen, merklich leiser als das AYANEO KUN in ähnlichen Spielszenen. Nach vorn gerichtete Stereo‑Lautsprecher runden das Medienpaket ab; insgesamt wirkt das Setup stimmig für lange Sessions.

AYANEO hat die Bedienelemente gründlich überarbeitet: größere Hall‑Effect‑Sticks und Trigger, zwei Abzugsmodi sowie ein Acht‑Wege‑D‑Pad. Dazu kommen zwei Mini‑Touchpads, vier zusätzliche Tasten auf der Rückseite, anpassbare RGB‑Beleuchtung und ein neuer Haptik‑Motor, gemeinsam mit Grain Technology entwickelt, für nuancierteres Feedback. Der Fokus auf Präzision und Eingabevielfalt deutet auf PC‑ähnliche Kontrolle, ohne die Handheld‑Leichtigkeit zu verlieren — ein Ansatz, der in dieser Gerätekategorie zunehmend den Ton angibt.

Das NEXT 2 läuft auf der aktualisierten Software‑Suite von AYANEO, doch zu Preis oder Starttermin schweigt das Unternehmen noch. Während der Präsentation lag das Gerät häufiger auf dem Tisch als in den Händen — ein indirekter Hinweis auf das vermutlich beachtliche Gewicht; angesichts der ambitionierten Leistungsziele und des üppigen Akkus wirkt dieser Kompromiss jedoch nachvollziehbar.