ASUS RTX 5090 XOC‑BIOS mit 2000 W: Nutzen, Limits und Alternativen
Leak zum ASUS XOC‑BIOS der RTX 5090 mit 2000 W: Was wirklich möglich ist, Risiken beim Flashen, Ergebnisse mit Matrix‑BIOS und Erfahrungen aus Praxis.
Leak zum ASUS XOC‑BIOS der RTX 5090 mit 2000 W: Was wirklich möglich ist, Risiken beim Flashen, Ergebnisse mit Matrix‑BIOS und Erfahrungen aus Praxis.
© RusPhotoBank
Die ASUS RTX 5090 rückt erneut in den Fokus, nachdem auf Overclock.net ein XOC‑BIOS mit einer Leistungsgrenze von bis zu 2000 W erwähnt wurde. Ein Nutzer namens Carillo stellte eine Datei mit dem Titel „5090 Asus XOC“ ein; in der Diskussion hieß es, damit werde das Limit auf 2 kW angehoben und die Spannung auf 1,15 V erhöht—deutlich über dem, was die offizielle Firmware für GB202‑basierte Karten zulässt. Frisch ist das Paket nicht: Es handelt sich um ein älteres XOC‑BIOS aus dem Jahr 2024.
Diese XOC‑Firmware‑Images sind keine Bastelmods, sondern Werkversionen, die NVIDIAs Sicherheitsprüfungen bestehen und signiert sein müssen, damit Treiber sie überhaupt laden. Üblicherweise erhalten nur professionelle Overclocker, OC‑Teams von Partnern und ausgewählte Mainboard‑Hersteller Zugriff. Dennoch gelangen solche Dateien immer wieder in die Öffentlichkeit.
In der Praxis fällt die Bilanz nüchterner aus: Besitzer einer RTX 5090 berichten, dass ihre Karten selbst mit diesem BIOS kaum über rund 1200 W hinauskommen—Platinenlayout und Standard‑Controller setzen Grenzen. Zudem fixiert der XOC‑Build die Spannung auf 1,15 V, selbst wenn der Schieberegler in der Software auf null steht. Das treibt den Verbrauch in trivialen Szenen wie Spielmenüs hoch, sofern man die VF‑Kurve nicht manuell nachjustiert.
Zuvor hatte YouTuber JayzTwoCents ein Astral RTX 5090D XOC‑BIOS mit 1600‑W‑Limit auf einer GIGABYTE RTX 5090 AORUS Master ausprobiert. Die Karte erreichte die 1600‑W‑Obergrenze, und das Übertakten von GPU und Speicher hob die 3DMark‑Port‑Royal‑Punktzahl um etwa 10 Prozent an. Der Preis dafür war klar: Wegen einer Inkompatibilität im Controller‑Schema fiel ein Lüfter aus.
Angesichts solcher Fallstricke wenden sich viele Enthusiasten einer Alternative zu—dem BIOS der ASUS ROG Matrix. Es wurde für die etwa 4000 US‑Dollar teure Matrix RTX 5090 entwickelt und bereits erfolgreich auf Grafikkarten von MSI, PNY, GIGABYTE und anderen eingesetzt. In der Tendenz ermöglicht es höhere Taktraten und einen spürbaren FPS‑Zuwachs, ohne mit extremen Leistungszielen zu arbeiten.
Vor diesem Hintergrund wirkt das geleakte 2000‑W‑ASUS‑XOC‑BIOS eher wie ein Werkzeug für Benchmarks und zum Ausloten der Spannungsskalierung als eine Firmware für den Alltag. Es hilft Profis, das Overclocking‑Potenzial eines konkreten GPU‑Samples einzuschätzen; für die meisten RTX‑5090‑Besitzer bleibt das Matrix‑BIOS—oder schlicht die Standard‑Firmware—die sicherere und vernünftigere Wahl.
Klar ist auch: Das Flashen nicht standardisierter BIOS‑Images birgt stets Risiken. Die RTX 5090 ist ohnehin eine der leistungsstärksten Grafikkarten am Markt, und Eingriffe in die Firmware können die Garantie schnell zunichtemachen. Mindestens ebenso ratsam ist es, zu warten, bis der Garantiezeitraum abgelaufen ist.