TrendForce: Wafer-Mangel lässt NAND-Flash- und SSD-Preise explodieren
TrendForce meldet im November Wafer-Mangel: NAND-Flash und SSDs verteuern sich. TLC/QLC treiben 1-TB- und 512-GB-Preise bis +65 %, starke Enterprise-Nachfrage.
TrendForce meldet im November Wafer-Mangel: NAND-Flash und SSDs verteuern sich. TLC/QLC treiben 1-TB- und 512-GB-Preise bis +65 %, starke Enterprise-Nachfrage.
© D. Novikov
TrendForce berichtet, dass der November dem NAND‑Flash‑Markt einen massiven Wafer‑Mangel beschert hat und die Kontraktpreise in die Höhe schießen ließ—einige Kategorien legten um mehr als 60 % zu. Der Engpass hat seine Wurzeln in stark ausgelasteten Fabriken: Anbieter schichten Kapazitäten in margenstärkere Enterprise‑Lösungen und Premium‑Modelle um und beschleunigen zugleich die Stilllegung älterer Prozessknoten. Dadurch ist der Pool an verfügbaren Basiswafern spürbar geschrumpft; im Schnitt stiegen die Preise in den meisten Produktsparten um über 20 %.
Besonders schmerzhaft ist die Lage bei TLC‑Speicher. 1‑TB‑SSDs bleiben laut dem Analysehaus knapp, weil die Nachfrage nach Enterprise‑SSDs hoch bleibt. Am schnellsten zogen die Preise für 512‑GB‑Modelle an—um mehr als 65 %—da ältere Fertigungslinien zügig vom Netz gingen. Auch die 256‑GB‑Klasse steht unter Druck; schwindende Lagerbestände verengen den Markt zusätzlich. Für Käufer bedeutet das eine spürbar kleinere Auswahl bei gängigen Kapazitäten.
Ein ähnliches Bild zeigt sich bei QLC‑Produkten. Bis November hatte sich die Lieferkette merklich verengt: Hochkapazitive Enterprise‑SSDs wurden für Cloud‑Plattformen und Cold‑Storage‑Systeme aufgekauft. Das trieb die Preise für 1‑TB‑Modelle deutlich nach oben. TrendForce hält fest, dass kapazitätsorientierte Angebote generell teurer werden—getragen von einer lebhaften Nachfrage aus Rechenzentren. Sogar MLC‑Speicher, der traditionell in Industrie‑ und Embedded‑Anwendungen gefragt ist, kostet inzwischen mehr, gestützt von konstanten Bestellungen. Die Branche setzt damit klar Prioritäten zugunsten hochmargiger Segmente.