Halbleitermarkt Q3 2025: 216,3 Mrd. $ Umsatz – KI und Speicher treiben breiten Aufschwung

Der globale Halbleitermarkt hat erstmals in einem einzigen Quartal die Marke von 200 Milliarden US‑Dollar übersprungen. Nach Daten von Omdia erzielte die Branche im dritten Quartal 2025 einen Umsatz von 216,3 Milliarden US‑Dollar – 14,5 % mehr als im Vorquartal. Üblicherweise bringt Q3 saisonal etwas mehr als 7 % Plus, die Prognosen für dieses Jahr lagen sogar nur bei rund 5 %. Das tatsächliche Ergebnis verdoppelt diese Erwartung und setzt den Markt auf einen Pfad, das Jahr jenseits von 800 Milliarden US‑Dollar zu beenden.

Die Treiber sind bekannt: KI und Speicher. Die Nachfrage nach KI‑Beschleunigern sowie nach fortgeschrittenem DRAM und HBM ist so stark, dass diese Segmente dem Gesamtmarkt weiterhin davonlaufen. Entscheidend ist diesmal jedoch der Unterschied zu 2024: Damals stammte nahezu das gesamte Wachstum von NVIDIA und den Speicheranbietern, während der Rest der Branche kaum etwa 1 % zusammenbrachte. Die Erholung 2025 fällt deutlich breiter aus. Zusammengenommen legt der Markt im zweiten Halbjahr quartalsweise um mehr als 14 % zu; selbst ohne NVIDIA und Speicher wächst er um über 9 %. Das wirkt wie ein Momentum, das sich nicht mehr nur an wenigen Zugpferden festmacht, sondern in die Fläche geht.

Ende 2024 übertraf die Halbleiterindustrie 650 Milliarden US‑Dollar Umsatz – mehr als 20 % über dem Vorjahr –, allerdings ungleichmäßig verteilt, mit dem Löwenanteil bei KI‑GPUs und Speicher. 2025 verschiebt sich das Bild: KI und Speicher bleiben die Lokomotiven, doch andere Kategorien – von Logik bis Analog – kommen nach Lagerbereinigungen und schwacher Nachfrage wieder in Bewegung. Omdia schätzt, dass der Gesamtmarkt bis Jahresende 2025 die Marke von 800 Milliarden US‑Dollar übersteigen wird, fast 20 % mehr als im Vorjahr; der restliche Markt ohne NVIDIA und Speicher dürfte rund 9 % Wachstum im Jahresvergleich beisteuern. Die Zahlen sprechen dafür, dass der Aufschwung kein Ein-Thema-Phänomen mehr ist.

Die vier umsatzstärksten Unternehmen im dritten Quartal 2025 waren NVIDIA sowie die drei größten Speicherhersteller – Samsung, SK Hynix und Micron. Gemeinsam vereinten sie mehr als 40 % der in diesem Quartal erzielten Erlöse auf sich. Analysten berichten, die Nachfrage steige nicht nur nach teurem HBM, sondern auch nach Mainstream‑DRAM, weil KI‑Inference skaliert und Rechenzentren immer mehr Speicher benötigen. Das hat bereits einen kräftigen, kurzfristigen Preissprung ausgelöst; Experten erwarten, dass das vierte Quartal einen neuen Allzeitrekord markiert und die aktuelle Nachfragewelle ohne abrupte Korrekturen ins kommende Jahr hineinläuft. Die starke Konzentration an der Spitze zeigt, wie die Achse aus KI und Speicher das Kräfteverhältnis der Branche neu sortiert.