Exynos 2600 im Detail: 2‑nm‑GAA, 10‑Kern‑CPU, starke KI und kühleres Design

Samsung hat den Exynos 2600 offiziell vorgestellt – den weltweit ersten Mobilprozessor, der im 2‑nm‑GAA-Verfahren gefertigt wird. Nur einen Tag nach einem kurzen Vorgeschmack auf einige Spezifikationen legte das Unternehmen die vollständigen Details nach, mit Fokus auf mehr Leistung, höhere Energieeffizienz und ein grundlegend überarbeitetes Wärmemanagement. Allein das schnelle Nachschieben lässt erkennen, wie selbstbewusst Samsung bei diesem Chip auftritt.

Der Exynos 2600 setzt auf eine Zehn‑Kern‑CPU im 1+3+6‑Cluster mit ARM‑C1‑Ultra- und C1‑Pro-Kernen, ähnlich wie beim Dimensity 9500. Basis ist die ARM‑v9.3‑Architektur, inklusive Unterstützung für Scalable Matrix Extension 2 zur Bewältigung komplexerer Rechenlasten. Laut Samsung steigt die CPU‑Gesamtleistung um bis zu 39 Prozent – sowohl bei Single‑Thread als auch Multi‑Thread –, womit sich der 2600 als direkter Herausforderer des Snapdragon 8 Elite Gen 5 positioniert. Auf dem Papier klingt das nach einer ernstzunehmenden Ansage.

Das Grafiksubsystem Xclipse 960 verdoppelt die Rechenleistung gegenüber der Vorgängergeneration, während Raytracing um bis zu 50 Prozent zulegt. Samsungs Exynos Neural Super Sampling – vergleichbar mit DLSS und FSR – bringt Frame-Generation ins Spiel, um höhere Bildraten zu erreichen. Auf der KI‑Seite liefert die NPU bei generativen Aufgaben einen Zuwachs um 113 Prozent im Vergleich zum Exynos 2500. Für On‑Device‑KI könnten solche Werte die Messlatte für Top‑Smartphones spürbar verschieben.

Bei der Bildverarbeitung führt Samsung das KI‑gestützte Visual Perception System ein, das dem ISP erlaubt, feine Details in Fotos und Videos in Echtzeit zu erkennen. Dem Unternehmen zufolge sinkt der Energiebedarf dadurch um bis zu 50 Prozent, und dank Funktionen wie Deep Learning Video Noise Reduction verbessern sich die Ergebnisse in schwierigen Szenen. Der Chip unterstützt Kamerauflösungen bis 320 MP sowie den modernen APV‑Codec.

Besonderes Augenmerk gilt den Temperaturen. Mit der Heat Pass Block‑Technologie sinkt der thermische Widerstand um 16 Prozent – ein Schritt, der die Überhitzungsprobleme früherer Exynos‑Generationen adressieren soll. So beeindruckend das Datenblatt auch wirkt, wie sich die Plattform im Alltag schlägt, wird sich erst mit dem Start von Galaxy S26 und S26+ zeigen; das Galaxy S26 Ultra soll derweil erneut exklusiv auf einen Qualcomm‑Prozessor setzen. Ungeachtet dessen wirkt der Exynos 2600 wie das ambitionierteste Mobil‑Silizium von Samsung seit Jahren – und wie ein selbstbewusster Vorstoß in die absolute Spitzenklasse.