20.000‑mAh‑Prototyp von Samsung: Silizium‑Kohlenstoff, Dual‑Zelle und Stabilitätsrisiken
Samsung SDI testet einen 20.000‑mAh‑Smartphone‑Akku auf Silizium‑Kohlenstoff‑Basis: Dual‑Zelle, bis zu 27 h Display‑Zeit – Aufquellen und Sicherheit als Hürden.
Samsung SDI testet einen 20.000‑mAh‑Smartphone‑Akku auf Silizium‑Kohlenstoff‑Basis: Dual‑Zelle, bis zu 27 h Display‑Zeit – Aufquellen und Sicherheit als Hürden.
© A. Krivonosov
Samsung könnte einen deutlichen Sprung bei der Ausdauer von Smartphones vorbereiten, auch wenn ernste technische Hürden noch im Weg stehen. Nach Angaben aus dem Umfeld des Unternehmens testet Samsung SDI einen experimentellen 20.000‑mAh‑Akku für mobile Geräte, der auf Silizium‑Kohlenstoff‑Technologie basiert.
Berichten zufolge setzt das Paket auf ein Dual‑Zell‑Layout mit unterschiedlich dimensionierten Einheiten. Ein Modul soll 12.000 mAh bei rund 6,3 mm Dicke liefern, das zweite steuert weitere 8.000 mAh bei etwa 4 mm bei. Zusammen erreicht die Konfiguration bemerkenswerte 20.000 mAh—doppelt so viel Kapazität, wie bis vor Kurzem als äußerste Grenze bei Smartphones galt.
Schon die einzelne 12.000‑mAh‑Zelle übertrifft die 10.000‑mAh‑Akkus aus Modellen wie dem Honor Win, was zeigt, wie hoch Samsung zielt. Vorläufige Schätzungen deuten darauf hin, dass das vollständige Paket bis zu 27 Stunden aktive Display‑Zeit liefern und etwa 960 Ladezyklen pro Jahr verkraften könnte.
Es gibt jedoch einen deutlichen Haken. Aus Kreisen heißt es, der Akku habe in Tests zum Aufquellen geneigt—ein Risiko für Langlebigkeit und Sicherheit. Insbesondere die kleinere 8.000‑mAh‑Zelle soll sich von 4 auf 7,2 mm ausgedehnt haben, was für schlanke Mobilgeräte nicht akzeptabel wäre.
Samsung rückt damit zwar den chinesischen Herstellern im Rennen um Ultra‑Hochkapazitäts‑Akkus näher, die aktuellen Ansätze wirken aber noch klar experimentell. Auf dem Papier sind die Werte beeindruckend; in der Praxis entscheiden Stabilität und Verlässlichkeit darüber, ob und wann ein solches Paket in Serien‑Smartphones ankommt. Der Wunsch nach größeren Batterien ist offensichtlich, doch das Tempo geben letztlich thermische Grenzen und Sicherheitsreserven vor—nicht die nackte Kapazität.