Edge Canary: Microsoft testet Hinweise gegen Atlas-Downloads
In Edge Canary tauchen Schalter auf, die Bing-Suchen und die Atlas-Downloadseite von OpenAI erkennen und pro-Edge-Hinweise einblenden – ähnlich wie bei Chrome.
In Edge Canary tauchen Schalter auf, die Bing-Suchen und die Atlas-Downloadseite von OpenAI erkennen und pro-Edge-Hinweise einblenden – ähnlich wie bei Chrome.
© E. Vartanyan
Microsoft zeigt wenig Interesse daran, den Wechsel zu alternativen Browsern bequemer zu machen. In einer Testversion von Edge Canary sind spezielle interne Schalter aufgetaucht, die auf einen geplanten Mechanismus hindeuten, der Downloads des Browsers Atlas von OpenAI abzufangen versucht.
Konkret geht es um drei neue Parameter, die aktiv werden könnten, wenn jemand in Edge nach Atlas sucht oder den Download anstößt. Den Bezeichnungen nach kann das System Bing-Suchanfragen überwachen, Besuche auf der Download-Seite erkennen und Hinweise oder Werbeeinblendungen platzieren, die die Vorzüge von Edge hervorheben.
Ein ähnliches Vorgehen wendet Microsoft bereits bei Google Chrome an. Wer über Bing nach Chrome sucht, sieht Banner, die zum Verbleib bei Edge ermuntern; der Besuch der Chrome-Download-Seite löst ein Pop-up mit einem alternativen Angebot von Microsoft aus.
Nun scheint dasselbe Prinzip auch für OpenAIs Atlas in Arbeit zu sein. Das fügt sich in eine breitere Strategie, Nutzer im Microsoft-Ökosystem zu halten – zumal das Interesse an KI-Werkzeugen und frischen Browser-Optionen weiter zunimmt. Ganz ohne großes Aufheben schärft Microsoft damit die Kanten seines eigenen Browsers.