LOCUST der zweiten Generation: 20-kW-Lasersystem zur Drohnenabwehr auf taktischen Fahrzeugen
Die US-Armee testet das 20-kW-Lasersystem LOCUST zur Drohnenabwehr: mobil auf JLTV und ISV, mit IR-Suche, Mehrzielverfolgung und offener Sensor-Architektur.
Die US-Armee testet das 20-kW-Lasersystem LOCUST zur Drohnenabwehr: mobil auf JLTV und ISV, mit IR-Suche, Mehrzielverfolgung und offener Sensor-Architektur.
© AeroVironment
Die US-Armee hat mit Tests der zweiten Generation des mobilen Lasersystems LOCUST begonnen, das zur Abwehr von Drohnen entwickelt wurde. Das von AeroVironment entwickelte, aktualisierte System wird auf leichten taktischen Fahrzeugen montiert und soll Personal sowie militärische Infrastruktur angesichts der massenhaften Nutzung unbemannter Fluggeräte schützen.
Der neue LOCUST gehört zur 20-Kilowatt-Klasse und verfügt über eine vergrößerte Öffnung des Strahlleiters, die laut Entwickler die Wirksamkeit gegen Luftziele deutlich erhöht. Ausgelegt ist das System für schnellen Transport und zügige Inbetriebnahme – vom Begleitschutz für Konvois bis zur Verteidigung von Stützpunkten und kritischen Einrichtungen. Der Fokus auf flexible Verlegung wirkt wie eine pragmatische Antwort auf die rasante Weiterentwicklung der Drohnenbedrohung.
Im Laufe des Jahres 2025 integrierte AeroVironment gemeinsam mit dem Militär C-UAS-Lasersysteme zunächst in das Infantry Squad Vehicle von General Motors Defense und kündigte anschließend LOCUST für den JLTV von Oshkosh an, den Nachfolger des Humvee. Die Kombination mit etablierten Plattformen erweitert die Mobilität des Systems und die Einsatzmöglichkeiten im Feld.
LOCUST kann automatisch oder manuell arbeiten. Das System bietet Infrarotsuche und Mehrzielverfolgung, ein gyrostabilisiertes elektrooptisches Paket, einen Laser-Entfernungsmesser sowie eine offene Architektur zur Anbindung zusätzlicher Sensoren. Bei Bedarf lässt es sich manuell steuern – auf Wunsch sogar über einen handelsüblichen Gamecontroller.
Nach Angaben von AeroVironment sind frühere LOCUST-Versionen seit mehr als drei Jahren bei realen Einsätzen außerhalb der USA verwendet worden, wo sich das System gegen Bedrohungen aus der Luft bewährt habe. Die jüngsten Upgrades basierten demnach auf Gefechtserfahrungen und sollen den Laser für Drohnen noch gefährlicher machen. Solche Nachschärfungen, die direkt aus Rückmeldungen vom Gefechtsfeld entstehen, machen aus einem vielversprechenden Konzept oft ein verlässliches Werkzeug.