Asus legt Zenfone und ROG Phone 2026 auf Eis – Updates laufen weiter

Asus hat offiziell bestätigt, dass die Produktion seiner Zenfone- und ROG-Phone-Smartphones im Jahr 2026 pausiert. Damit wird es im kommenden Jahr weder ein Zenfone 13 noch ein Gaming-orientiertes ROG Phone 10 geben. Die Meldung stammt aus Taiwan und wurde von der Branchenpublikation Digitimes untermauert – ein deutliches zusätzliches Gewicht für frühere Berichte über eine Auszeit im Mobilgeschäft des Unternehmens.

Die Smartphone-Geschichte von Asus verlief selten gradlinig. Die Zenfone-Reihe, seit 2014 am Start, fiel oft mit experimentellen Ideen auf – von rotierenden Kameras bis zu kompakten Flaggschiffen, auf die das Unternehmen ab 2021 setzte, trotz überschaubarem Markterfolg. Später kehrte Asus zu größeren Geräten zurück und brachte das Zenfone 11 Ultra und Zenfone 12 Ultra. Die ROG-Phone-Linie, 2018 gestartet, gehörte lange zu den bekanntesten Gaming-Serien am Markt; doch nach dem ROG Phone 9 Pro Ende 2024 blieb der Nachfolger aus.

Gerüchte über ein Aus für Zenfone kursierten erstmals 2023, damals wies Asus sie entschlossen zurück. Nun hat sich der Ton geändert: Die Fertigung wird nicht endgültig eingestellt, aber mindestens für ein Jahr angehalten. Das Unternehmen betont, dass die Unterstützung für bestehende Geräte weiterläuft – Besitzer von Zenfone und ROG Phone sollen weiterhin Software-Updates erhalten und auf Garantieservice bauen können. Für aktuelle Nutzer schafft dieses Versprechen Orientierung in der Pause.

Als Hauptgrund nennt Asus den zunehmenden Druck chinesischer und südkoreanischer Marken, die sowohl die Mittel- als auch die Oberklasse prägen. Acer ging diesen Weg schon früher und zog sich 2016 aus dem Smartphone-Markt zurück. Ob Asus 2027 mit neuen Zenfone- und ROG-Phone-Modellen zurückkehrt – oder ob die Auszeit das Kapitel Mobile endgültig schließt – bleibt offen. Vorerst wirkt der Schritt wie ein nüchterner Neustart in einem überfüllten Umfeld.