Qualcomm verhandelt mit Samsung: 2‑nm‑GAA für Snapdragon 8 Elite Gen 5
Auf der CES 2026 bestätigt Qualcomm Gespräche mit Samsung zur 2‑nm‑GAA-Fertigung des Snapdragon 8 Elite Gen 5. Preise, Kapazitäten und Dual‑Foundry-Strategie
Auf der CES 2026 bestätigt Qualcomm Gespräche mit Samsung zur 2‑nm‑GAA-Fertigung des Snapdragon 8 Elite Gen 5. Preise, Kapazitäten und Dual‑Foundry-Strategie
© RusPhotoBank
Qualcomm stellt sein Vorgehen bei Spitzenchips neu auf und setzt auf eine Dual-Foundry-Strategie. Auf der CES 2026 wurde bekannt, dass das Unternehmen mit Samsung über die Fertigung des Snapdragon 8 Elite Gen 5 im 2‑nm‑GAA‑Verfahren verhandelt — ein Schritt, der auf eine flexiblere Beschaffung hindeutet.
Qualcomm-Chef Cristiano Amon teilte mit, dass man unter mehreren potenziellen Auftragsfertigern Gespräche mit Samsung Electronics über den Einsatz der neuesten 2‑nm‑Technologie gestartet habe. Er erklärte zudem, das Design des Chips sei abgeschlossen und auf eine zügige Kommerzialisierung ausgelegt — ein Signal, dass die Marktreife höchste Priorität hat.
Samsung nutzt 2‑nm‑GAA bereits für die Massenproduktion des Exynos 2600. Auch wenn die anfängliche Ausbeute laut Schätzungen bei rund 50 % liegt, zeigt das Unternehmen Tempo: Im vergangenen Jahr sicherte es sich mehrere Großaufträge, darunter einen 16,5‑Milliarden‑Dollar‑Deal mit Tesla, sowie Bestellungen für KI- und Krypto‑Hardware. Zusammengenommen deutet das auf eine Stabilisierung sowohl der neuesten als auch der reiferen Prozessknoten hin.
Aus Branchenkreisen heißt es, Samsung wolle etwa 10 % der Kapazität seiner Fab Hwaseong S3 für die Fertigung des Snapdragon 8 Elite Gen 5 reservieren. Diese Aufträge könnten kurzfristig rund 470 Millionen US‑Dollar einspielen.
Auch die Preisseite verschiebt die Gewichte zugunsten von Samsung: Für 2‑nm‑Wafer werden etwa 20.000 US‑Dollar veranschlagt, während vergleichbare Angebote von TSMC Berichten zufolge nahe 30.000 US‑Dollar liegen. Diese Differenz macht den koreanischen Hersteller für Qualcomm besonders attraktiv — zumal die Kosten für Flaggschiff‑Silizium weiter steigen.