OPPO pausiert Tri‑Fold bei faltbaren Smartphones: Kosten, Risiko und Nische

Der Markt für faltbare Smartphones rüstet sich für die nächste Phase, doch nicht jeder große Hersteller drängt in den Dreifach-Falt-Wettlauf. Während Samsung einen breiteren Rollout des Galaxy Z TriFold vorbereitet und Huawei mit dem Mate XT die Spur bereits gelegt hat, ist bekannt geworden, dass auch OPPO mit dreiteiligen Geräten experimentierte – sich am Ende aber gegen eine Veröffentlichung entschied.

OPPOs Produktmanager Zhou Yibao berichtete auf Weibo, das Unternehmen habe mehrere Tri‑Fold‑Prototypen entwickelt, die er noch immer in seiner Schreibtischschublade aufbewahre. Nach internen Beratungen stoppte OPPO die weiteren Arbeiten und verzichtete auf eine kommerzielle Einführung.

Offiziell hat die Firma die Beweggründe nicht erläutert, doch der größere Marktrahmen ist schwer zu übersehen. Die Kategorie bleibt eine teure Nische; Entwicklung und Fertigung verlangen erhebliche Investitionen. Gerüchte deuten sogar darauf hin, dass Samsung beim rund 2.400 US‑Dollar teuren Galaxy Z TriFold Verluste in Kauf nimmt – ein Risiko, das für die meisten Marken kaum kalkulierbar ist. Vor diesem Hintergrund wirkt OPPOs Pause weniger wie Zaudern, mehr wie nüchternes Kalkül.

Trotzdem zeigt schon die Existenz der Prototypen, dass OPPO den Formfaktor nicht abgeschrieben hat. Wird die Technik günstiger und die Nachfrage verlässlicher, könnte das Unternehmen die Tri‑Fold‑Idee wieder aufgreifen. Bis dahin bleibt OPPO bei der Beobachterrolle – und schaut, ob dreigeteilte Foldables den Sprung aus der Nische schaffen und sich wirtschaftlich tragen.