Modder baut 32‑GB‑DDR5‑DIMM aus Notebook‑Speichern – XMP 6400 MT/s

Ein Tüftler hat rund 130 US‑Dollar gespart, indem er aus ausgebauten Notebook-Speichern ein vollwertiges 32‑GB‑DDR5‑Desktop‑Modul zusammengesetzt hat. Der Modder VIK‑on beließ es nicht bei einer Idee, die zuvor schon kursierte, sondern setzte sie um: Der DIY‑Riegel startet stabil mit 6400 MT/s und wird dank XMP‑Unterstützung vom System korrekt erkannt.

Als Spender dienten zwei 16‑GB‑DDR5‑Module von SK Hynix für Notebooks, die deutlich günstiger sind als ihre Desktop-Pendants. Die Speicherchips wurden sorgfältig auf eine neue Desktop‑Leiterplatte umgesetzt, die aus China bestellt wurde; die Kühlung übernimmt ein einfacher Heatspreader von AliExpress. Klingt simpel, doch das Arbeiten mit BGA‑Gehäusen und das erneute Verlöten erfordern professionelle Ausrüstung und viel Praxis – nichts für den Küchentisch.

Nachdem die Hardware stand, spielte er eine angepasste Firmware auf, entlehnt aus einem Adata‑Retail‑Kit. Dadurch wurde ein XMP‑Profil mit 6400 MT/s aktiviert, das das Mainboard im BIOS anstandslos erkennt. Das Ergebnis ist ein vollwertiges DIMM, das auf den ersten Blick kaum von einem Serienprodukt zu unterscheiden ist – ein schönes Beispiel dafür, wie sorgfältige Handarbeit über sich hinauswachsen kann.

In Summe lagen die Kosten bei etwa 218 US‑Dollar, während vergleichbare 32‑GB‑DDR5‑Module im Handel spürbar teurer sind, besonders in Russland. Der Modder fügte hinzu, dass der Preis mit günstigeren Notebook‑Riegeln geringerer Kapazität weiter sinken könnte. Das Experiment zeigt, wie hohe Preise und knappe Verfügbarkeit Bastler zu unkonventionellen, technisch eleganten Lösungen treiben.