AMDs RDNA‑5 startet wohl nach RTX‑60: H2 2027, TSMC N3P und Preisstrategie

Eine neue Welle von Gerüchten deutet darauf hin, dass AMDs Gaming-Grafikkarten der nächsten Generation auf Basis der RDNA‑5-Architektur erst nach NVIDIAs RTX‑60‑Serie erscheinen könnten. Sollte sich dieses Szenario bewahrheiten, steht dem Markt für Spieler-GPUs eine längere Atempause ohne große Auffrischungen bevor.

Quellen berichten, AMD visiere TSMCs N3P-Fertigung an und peile einen Start in der zweiten Jahreshälfte 2027 an. NVIDIA bereite derweil seine Rubin-basierte RTX‑60‑Familie für ein ähnliches Zeitfenster vor – allerdings voraussichtlich früher. Der Insider Kepler_L2 lässt durchblicken, AMD plane bewusst, NVIDIA beim Markteintritt den Vortritt zu lassen.

Der Grund scheint in der Preissetzungsmacht zu liegen. Dank deutlich höherer Margen kann NVIDIA Preise schnell senken oder AMDs Offerten überstrahlen – selbst wenn AMD mit attraktiven Preisschildern vorlegt. Das bringt AMD oft ins Hintertreffen, besonders in der Flaggschiffklasse jenseits der 1.000‑Dollar-Marke, in der NVIDIA seit Jahren die Oberhand hält. Das wiederholt sich so häufig, dass es die eigene Taktik prägt.

Als Zweiter zu starten, würde AMD erlauben, sich an NVIDIAs bereits festgezurrten Preisniveaus auszurichten. NVIDIA ändert seine Startpreise selten, sobald die Karten im Handel stehen, und überlässt die Anpassungen meist dem Markt. Das könnte AMD helfen, das Portfolio feiner zu justieren und beim Preis‑Leistungs‑Verhältnis genau dort zu treffen, wo es zählt. Auf dem Papier wirkt diese Rechnung pragmatisch – auch wenn sie die Wartezeit verlängert.