Svolt stellt Fortress 2.0 vor: 80-kWh-PHEV-Batterie mit 400 km Reichweite und 10-Minuten-Laden

Auf seinem sechsten Battery Day in Changzhou hat das chinesische Unternehmen Svolt die Batterie Fortress 2.0 vorgestellt – ein Paket, das die Messlatte für Plug-in-Hybride spürbar höher legt. Ausgelegt für größere PHEV-Modelle, soll das 80-kWh-Modul bis zu 400 Kilometer rein elektrisch ermöglichen – ein Wert auf Augenhöhe mit vielen heutigen E-Autos und im Alltag ein Schritt hin zur Bequemlichkeit eines reinen Elektroautos.

Der auffälligste Punkt ist das extrem schnelle Laden. Durch ein neues Graphit-Zelldesign unterstützt das Paket eine 6C-Laderate und springt von 10 auf 80 Prozent in lediglich zehn Minuten. Die Serienfertigung ist für März 2026 vorgesehen. Parallel dazu präsentierte Svolt ein aktualisiertes Ion Oscillation Pulse Charging, das die Ladezeit um weitere 25 Prozent verkürzt, ohne die Kosten zu erhöhen; die ersten Serienfahrzeuge sollen es im dritten Quartal 2026 übernehmen.

Svolt rückte außerdem Semi-Festkörper-Batterien in den Mittelpunkt. Die erste Generation mit 270 Wh/kg wird bereits in kleinen Stückzahlen gefertigt und könnte nach Unternehmensangaben in einem Modell einer europäischen Marke debütieren – am wahrscheinlichsten bei Mini innerhalb der BMW Group. Zuvor hatte Svolt bestätigt, für diesen Hersteller maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln. Eine zweite Ausführung mit 342 Wh/kg zielt auf eVTOL-Fluggeräte und hat Flugtests bereits bestanden.

Für den Massenmarkt bereitet das Unternehmen eine günstigere Variante mit 245 Wh/kg vor; der Produktionsstart ist für Oktober 2026 geplant. Ein neuer Ansatz beim Elektrolyttransfer soll die Zellen widerstandsfähiger gegen thermisches Durchgehen machen. Auch finanziell zieht der Kurs an: Im vierten Quartal 2025 schrieb Svolt erstmals Quartalsgewinn und rechnet damit, 2026 insgesamt nachhaltig profitabel zu sein. Zusammengenommen deuten diese technischen und wirtschaftlichen Wegmarken darauf hin, dass der Fahrplan deutlich an Tempo gewinnt.