Ein extremer Overclocker mit dem Namen sugi0lover hat demonstriert, was die GeForce RTX 5090 erreichen kann, wenn Hersteller zurückhalten. Der Enthusiast modifizierte eine Gigabyte GeForce RTX 5090 AORUS XTREME WATERFORCE WB, indem er einen zweiten 16-poligen 12V-2×6-Stromanschluss hinzufügte und eine Reihe von Hochlast-Messungen durchführte.
Gigabyte setzt offiziell nur einen einzigen 16-poligen Anschluss ein und empfiehlt ein 1000-Watt-Netzteil. Allerdings zeigt sich, dass einige RTX-5090-Leiterplatten bereits Kontaktpads für einen zweiten Anschluss aufweisen. Der Overclocker nutzte dies aus, indem er sorgfältig einen zusätzlichen Anschluss anlötete, um die Last auf zwei Stromleitungen zu verteilen.
Bei einem Gesamtverbrauch von 600 Watt lieferte der Hauptanschluss etwa 369 Watt, während der hinzugefügte Anschluss 231 Watt bewältigte. Das bedeutet, die Last wurde ungefähr im Verhältnis 61,5 % zu 38,5 % aufgeteilt, wobei keiner der Anschlüsse 400 Watt überschritt. Dies verringert bereits die thermische und elektrische Belastung jedes einzelnen Anschlusses.
Natürlich umfasste das Experiment auch extreme Tests. Bei einer Prüfung mit 1521 Watt lieferte ein Anschluss 936 Watt und der zweite 585 Watt, womit fast die vierstellige Marke an einem einzelnen Anschluss erreicht wurde. Sugi0lover betont, dass solche Experimente auf kurze Rekordmessungen abzielen und nicht auf einen dauerhaften Betrieb bei diesen Leistungsstufen.
RTX-5090-Modelle mit zwei Anschlüssen gibt es bereits in Nischen für extremes Overclocking, wie etwa in der HOF-Serie von GALAX, die zwei 16-polige Anschlüsse und spezielle Firmware mit höheren Leistungsgrenzen nutzt. Auf der CES 2026 zeigte Gigabyte eine Enthusiasten-Version der AORUS 5090 ohne zweiten Anschluss, die stattdessen auf Kühlung und eigenes Design setzt. Die Modifikation von sugi0lover verdeutlicht, dass das Potenzial der RTX 5090 die Werkseinstellungen bei weitem übersteigt – doch nur die mutigsten Enthusiasten sind bereit, es freizuschalten.