Gefälschte RTX 4080 enthüllt: So erkennen Sie Grafikbetrug

Ein neuer Fall von Grafikbetrug wurde auf der chinesischen Secondhand-Plattform Goofish dokumentiert. Ein Reparaturwerkstattbesitzer, bekannt als Bruder Zhang, stieß auf eine gefälschte GeForce RTX 4080, die im Inneren eine völlig andere GPU verbarg.

Die Karte wurde von einem Kunden zu einem verdächtig niedrigen Preis von etwa 1.000 Yuan (rund 144 US-Dollar) erworben. Äußerlich sah das Gerät wie eine RTX 4080 aus, doch erste Untersuchungen zeigten alarmierende Anzeichen: einen beschädigten PCIe-Anschluss, einen Riss auf der Leiterplatte und lockere Schrauben, die auf Manipulationen hindeuteten.

Einfache Diagnosen offenbarten Unstimmigkeiten in den Stromkreisen und Taktsignalen. Nach dem Ausbau des Kühlsystems wurde die Lage klar: Es gab sichtbare Lötspuren und Flussmittel um die Speicherchips, die Chips selbst waren ungleichmäßig platziert, und die Speicherstromleitung befand sich in einem Kurzschlusszustand.

Die entscheidende Erkenntnis kam bei der GPU-Inspektion. Trotz der AD103-Markierung, die in der GeForce RTX 4080 verwendet wird, passten das Layout des Gehäuses und die Kontaktpads nicht zum Referenzchip. Basierend auf diesen Hinweisen schloss Zhang, dass ein Re-Marking stattgefunden hatte, mit einer GA106 – einer mobilen GPU aus der Ampere-Ära für Laptops – im Inneren.

Es scheint, dass der ursprüngliche Kern und der GDDR6X-Speicher wahrscheinlich zuvor entnommen und als Spenderkomponenten verwendet wurden, ersetzt durch entweder defekte oder gefälschte Chips. Die Reparatur einer solchen Grafikkarte erwies sich als unmöglich, wie der Techniker dem Besitzer mitteilte.

Dieser Vorfall dient als weitere Erinnerung an die Risiken beim Kauf teurer Grafikkarten auf dem Gebrauchtmarkt, insbesondere bei verdächtig niedrigen Preisen. Selbst äußerlich intakte Verpackungen und Markierungen garantieren nicht die Echtheit der Komponenten.