Samsung Auftragsfertigung stabilisiert sich nach Krise
Samsung Auftragsfertigung erholt sich: Auslastung auf 60%, Verluste halbiert. Strategie setzt auf Stabilität mit 4-nm- und 8-nm-Linien für Profitabilität bis 2027.
Samsung Auftragsfertigung erholt sich: Auslastung auf 60%, Verluste halbiert. Strategie setzt auf Stabilität mit 4-nm- und 8-nm-Linien für Profitabilität bis 2027.
© A. Krivonosov
Samsung kommt allmählich aus der anhaltenden Krise seiner Auftragsfertigung heraus. Die Auslastung der Werke des Unternehmens ist auf 60 Prozent gestiegen, und die finanziellen Verluste in seiner Nicht-Speicher-Sparte für die zweite Jahreshälfte 2025 haben sich halbiert. Trotz eines schwachen Starts mit dem 3-nm-GAA-Prozess ist es Samsung gelungen, die Lage zu stabilisieren, indem es auf ausgereiftere Prozesse und vorhersehbarere Aufträge setzt.
Ein Schlüsselfaktor für diese Erholung sind die 4-nm- und 8-nm-Fertigungslinien, auf denen die Chip-Ausbeute ein akzeptables Niveau erreicht hat. Diese Linien haben die gestiegene Auslastung vorangetrieben und Samsung ermöglicht, neue Firmenkunden zu gewinnen, darunter Unternehmen aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz. Der 2-nm-GAA-Prozess bleibt hingegen ein strategischer Schwerpunkt: Verbesserungen bei der Ausbeute legen den Grundstein für künftiges Wachstum, er ist aber noch keine bedeutende Umsatzquelle.
Die Finanzdaten deuten auf eine langsame, aber stetige Bewegung in Richtung Kostendeckung hin. Parallel dazu fährt Samsung die DRAM-Produktion vorsichtig hoch, um das Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage in einer vorübergehenden Speicherknappheit nicht zu stören. Insgesamt ist die Strategieänderung klar erkennbar: Statt auf aggressive Expansion setzt das Unternehmen auf Stabilität und Risikokontrolle und plant, seine Auftragsfertigung bis 2027 profitabel zu machen.