Apple verteidigt App Tracking Transparency vor Gericht

In Frankreich ist der Rechtsstreit um die Privatsphäre von iPhone-Nutzern zu Ende gegangen – mit einem Sieg für Apple. Trotz des Drucks aus der Werbebranche weigerte sich das Gericht, die Funktion App Tracking Transparency einzuschränken oder neu zu bewerten. Sie gibt Nutzern das Recht, selbst zu entscheiden, ob Apps ihre Aktivitäten verfolgen dürfen.

ATT wurde 2021 in iOS eingeführt und veränderte sofort die Spielregeln auf dem Markt für digitale Werbung. Nutzer erhielten ein einfaches, verständliches Werkzeug, um das Tracking durch Apps abzulehnen, während Werbetreibende einen starken Rückgang beim Datenzugriff verzeichneten. Genau das war der Auslöser des Konflikts: Französische Werbeverbände berichteten, ihre Einnahmen hätten sich fast halbiert, und versuchten, zusätzliche Sanktionen gegen Apple durchzusetzen.

Das Gericht unterstützte jedoch die Position des Unternehmens und stellte klar, dass das Wahlrecht beim Nutzer liegt, nicht bei Werbeplattformen. Apple seinerseits wies darauf hin, dass sein Ansatz zum Datenschutz bereits seit Langem die Zustimmung von Aufsichtsbehörden und Verbraucherorganisationen findet, auch in Frankreich selbst.

Die Untersuchung zeigte zudem, dass einige große Entwickler und Werbeplattformen versucht hatten, die Beschränkungen von App Tracking Transparency zu umgehen und ihre Werbewirksamkeitsmetriken aufzublähen. Das stärkte nur Apples Argumente für die Notwendigkeit strenger Datenschutzmaßnahmen.

Ob die Werbetreibenden Berufung einlegen werden, ist derzeit unklar. Fest steht aber, dass Apple eines der Kernelemente seines Ökosystems verteidigen konnte und die Kontrolle über persönliche Daten damit zur Angelegenheit der Nutzer selbst macht.