Cyberangriff auf Apple-Zulieferer Luxshare: Vertrauliche Daten gestohlen
Ein Cyberangriff auf Apple-Zulieferer Luxshare hat über ein Terabyte an Daten gestohlen, darunter zu unveröffentlichten Produkten. Erfahren Sie mehr über die Auswirkungen.
Ein Cyberangriff auf Apple-Zulieferer Luxshare hat über ein Terabyte an Daten gestohlen, darunter zu unveröffentlichten Produkten. Erfahren Sie mehr über die Auswirkungen.
© RusPhotoBank
Ein schwerwiegender Skandal erschüttert die Lieferkette von Apple. Auslöser ist ein Cyberangriff auf einen wichtigen Zulieferer des Konzerns. Betroffen ist der chinesische Hersteller Luxshare, der als Hauptmontagepartner für Apple-Geräte fungiert. Ermittler gehen davon aus, dass die Angreifer mehr als ein Terabyte an vertraulichen Daten erbeutet haben könnten, darunter auch Unterlagen zu noch nicht veröffentlichten Produkten.
Der Hack wurde erstmals Mitte Dezember 2025 öffentlich, als die Gruppe RansomHub auf ihrer Darknet-Seite eine Nachricht veröffentlichte. Die Hacker behaupteten, sie hätten die internen Systeme von Luxshare verschlüsselt und eine große Menge an Informationen gestohlen. Sie drohten mit der Veröffentlichung, falls Verhandlungen verweigert würden. Laut den Angreifern habe das Management versucht, den Vorfall zu vertuschen und den Kontakt bis zur gesetzten Frist verweigert.
Unter den gestohlenen Dateien sollen sich laut den Hackern 3D-CAD-Modelle, präzise technische Zeichnungen, Schaltpläne für Leiterplatten, Projektdokumentationen und interne technische PDFs befinden. Neben Apple-Daten umfassen die Archive angeblich auch Informationen von anderen wichtigen Luxshare-Kunden wie Nvidia, LG, Tesla und Geely. Ein Teil dieser Materialien unterliegt Geheimhaltungsvereinbarungen.
Journalisten von Cybernews berichteten, sie hätten Fragmente veröffentlichter Beispieldateien analysiert und dabei Dokumente gefunden, die echten internen Luxshare-Materialien zu Apple-Projekten ähneln. Diese beschreiben vertrauliche Reparaturverfahren, Logistikabläufe und Partnerinteraktionen. Einige Dateien stammen aus den Jahren 2019 bis 2025, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Details zu noch nicht angekündigten Geräten kompromittiert wurden.
Experten warnen, dass solche Daten für Reverse Engineering, die Produktion von Plagiaten und gezielte Angriffe auf Hardware und Software genutzt werden könnten. Der Diebstahl persönlicher Mitarbeiterdaten erhöht zudem die Risiken für Phishing-Attacken und weitere Angriffe auf andere Apple-Partner. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung hatten weder Apple noch Luxshare den Vorfall offiziell bestätigt.