TikTok USDS Start mit technischen Problemen und Datenschutzänderungen

Die Übertragung des US-Geschäfts von TikTok an das neue Unternehmen TikTok USDS Joint Venture LLC, die offiziell am 23. Januar 2026 begann, verlief alles andere als reibungslos. Zwar begrüßten die US-Behörden den Deal öffentlich, doch die ersten Tage unter neuer Führung waren von technischen Problemen, Nutzerängsten und scharfer Kritik an aktualisierten Datenschutzregeln geprägt.

Laut US-Medienberichten stießen amerikanische TikTok-Nutzer beim ersten Login auf neue Nutzungsbedingungen, die die Datenerfassung deutlich ausweiten. Die überarbeitete Richtlinie umfasst nun die Erhebung präziser Standortdaten und überwacht aktiv die Nutzeraktivität außerhalb der App für personalisierte Werbezwecke. Zudem werden Interaktionen mit generativer KI im Dienst gespeichert und analysiert, was Fragen zum Umfang der Kontrolle und Privatsphäre aufwirft.

Gleichzeitig gab es technische Schwierigkeiten. Nutzer meldeten Probleme beim Einloggen in Konten und Hochladen von Videos, wobei viele Clips stundenlang in der Überprüfung steckten. Bemerkenswert ist, dass solche Störungen außerhalb der USA nicht beobachtet wurden. TikTok USDS führte die Situation auf einen Vorfall in einem amerikanischen Rechenzentrum zurück, doch in den sozialen Medien kursierten schnell Theorien über mögliche selektive Inhaltsmoderation angesichts von Protesten in Minneapolis.

Eine zentrale Zusage der neuen Führung war die Aufrechterhaltung der Verbindung zum globalen TikTok-Ökosystem, um sicherzustellen, dass amerikanische Nutzer weiterhin internationale Inhalte sehen. Allerdings wurde auch bekannt, dass der Empfehlungsalgorithmus für die USA komplett mit lokalen Daten neu trainiert wird, um Bedenken hinsichtlich des Einflusses von ByteDance und China zu adressieren. Ob dieser neue Algorithmus TikToks charakteristische 'Magie' bewahren kann oder riskiert, die amerikanische Version in eine isolierte Plattform zu verwandeln, bleibt eine offene Frage.