So überwachen Sie die Gesundheit von Festplatten und SSDs mit S.M.A.R.T.
Erfahren Sie, wie Sie mit S.M.A.R.T. Datenverlust vorbeugen, Warnsignale erkennen und die Lebensdauer von HDDs und SSDs überwachen. Tipps zu Tools und Parametern.
Erfahren Sie, wie Sie mit S.M.A.R.T. Datenverlust vorbeugen, Warnsignale erkennen und die Lebensdauer von HDDs und SSDs überwachen. Tipps zu Tools und Parametern.
© A. Krivonosov
Datenverlust trifft einen meist unerwartet. Heute funktioniert der Computer noch einwandfrei, morgen erkennt das System die Speicherplatte nicht mehr. Experten raten daher, nicht auf Glück zu setzen, sondern die Gesundheit von HDD und SSD aktiv zu überwachen. Die gute Nachricht: Moderne Speichermedien senden frühzeitig Warnsignale.
Wie boda.su berichtet, nutzen praktisch alle Festplatten und SSDs das Selbstüberwachungssystem S.M.A.R.T. Diese Technologie sammelt Betriebsdaten, protokolliert Fehler, erfasst Verschleiß und markiert potenzielle Ausfälle. Zwar kann sie kein genaues Ausfalldatum vorhersagen, doch sie zeigt häufig an, wenn Probleme drohen.
Bei herkömmlichen HDDs sind Parameter zur Plattenoberfläche besonders wichtig. Beginnt eine Festplatte fehlerhafte Sektoren zu erkennen und Daten in einen reservierten Bereich umzulegen, ist das ein deutliches Warnzeichen. Kennzahlen für umverteilte und ausstehende Sektoren deuten auf Schwierigkeiten beim Lesen von Daten hin. Selbst geringe Werte bei diesen Parametern sind ein ernsthafter Grund, sofort ein Backup zu erstellen.
SSDs unterliegen einem anderen Verschleißmuster. Sie haben keine mechanischen Teile, aber ihre Speicherzellen sind in der Anzahl der Schreibzyklen begrenzt. Daher wird der Verschleißgrad zum Schlüsselindikator, den S.M.A.R.T. als Prozentwert oder in Schreibzyklen anzeigen kann. Auch die insgesamt auf die SSD geschriebene Datenmenge über ihre Lebensdauer hinweg ist relevant.
SSD-Hersteller geben typischerweise den TBW-Parameter an – das Gesamtschreibvolumen, für das das Laufwerk ausgelegt ist. Dies ist keine starre Grenze, sondern eine Richtgröße. Viele SSDs arbeiten auch nach Erreichen dieses Schwellenwerts weiter, doch das Ausfallrisiko steigt spürbar. Ein Vergleich des TBW-Werts mit der tatsächlich geschriebenen Datenmenge liefert eine grobe Schätzung der verbleibenden Lebensdauer.
Eine grundlegende Festplattenprüfung lässt sich in Windows ohne Zusatzsoftware durchführen, liefert aber nur ein pauschales Ergebnis ohne Details. Für ein genaueres Bild eignen sich kostenlose Tools wie CrystalDiskInfo oder unter Linux Programme wie smartctl und nvme-cli. Zeigen die Kennzahlen eine Verschlechterung der HDD oder kritischen SSD-Verschleiß an, ist sofortiges Sichern der Daten und die Vorbereitung zum Austausch des Laufwerks die beste Maßnahme. Genau dafür gibt es S.M.A.R.T.: Es verschafft Ihnen Zeit zum Handeln, ohne in Panik zu verfallen.