Samsung plant deutlichen Ausbau der 2-Nanometer-GAA-Halbleiterproduktion
Samsung will die Aufträge für seinen 2-Nanometer-GAA-Prozess 2026 um 130 Prozent steigern, um mit TSMC zu konkurrieren, und setzt auf Kunden wie Tesla und KI-Beschleuniger.
Samsung will die Aufträge für seinen 2-Nanometer-GAA-Prozess 2026 um 130 Prozent steigern, um mit TSMC zu konkurrieren, und setzt auf Kunden wie Tesla und KI-Beschleuniger.
© A. Krivonosov
Samsung will seine Präsenz auf dem Markt für fortschrittliche Halbleiter deutlich ausbauen. Dafür plant das Unternehmen, die Aufträge für seinen 2-Nanometer-GAA-Prozess im Jahr 2026 um 130 Prozent zu steigern. Diese Zuversicht stützt sich auf Branchenberichte, wonach die Ausbeute bei Chips auf dieser Technologie bereits bei etwa 50 Prozent liegt – ein entscheidender Meilenstein für eine stabile Hochskalierung der Produktion und einen direkten Wettbewerb mit TSMC.
Die Lage begünstigt den südkoreanischen Konzern zusätzlich, weil TSMC zuletzt mit Lieferengpässen und Kapazitätsauslastungen zu kämpfen hatte. Vor diesem Hintergrund wirbt Samsung aktiv um große Kunden und bietet ihnen eine Alternative auf Basis seiner eigenen 2-Nanometer-GAA-Technologie an. Tesla ist bereits ein solcher Kunde geworden; frühere Informationen verwiesen auf einen Vertrag im Umfang von rund 16,5 Milliarden US-Dollar mit Samsung.
Laut DigiTimes konzentriert sich Samsung nun nicht nur auf Mobile-Chips, sondern auch auf Beschleuniger für künstliche Intelligenz. Erfolgreiche Tests des Exynos 2600 haben gezeigt, dass die Technologie ein stabiles Niveau erreicht. Das bedeutet, dass das Unternehmen bereit ist, ehrgeizigere Aufträge anzunehmen. Südkoreanische Analysten sehen das genannte Wachstum von 130 Prozent als Signal dafür, dass Samsung zuversichtlich ist, bald wichtige Kunden zu gewinnen.
In dieser Strategie spielt Samsungs US-Fabrik in Taylor, Texas, eine besondere Rolle. Ursprünglich für den 4-Nanometer-Prozess ausgelegt, deuten Quellen nun darauf hin, dass das Unternehmen dort die 2-Nanometer-GAA-Produktion aufbauen will. Damit stärkt es gleichzeitig seine Position auf dem US-Markt und kommt Forderungen der lokalen Regierung nach. Testläufe von EUV-Anlagen vor Ort sind für März geplant – ein Zeichen für das rasante Tempo der Vorbereitungen.
Interessanterweise wird Qualcomm in dem Bericht nicht unter den potenziellen Großkunden genannt. Das könnte darauf hindeuten, dass Verhandlungen zwischen den Unternehmen entweder noch nicht begonnen haben oder nicht weit fortgeschritten sind. Gerüchten zufolge werden die künftigen Modelle Snapdragon 8 Elite Gen 6 und Gen 6 Pro in diesem Jahr ausschließlich TSMCs 2-Nanometer-N2P-Prozess nutzen. Damit fehlt Samsung vorerst einer seiner begehrtesten Kunden.