Intel könnte MediaTek für 14A-Prozess gewinnen

Eine neue Intrige bahnt sich um Intels fortschrittliche Fertigungsprozesse an. Online-Berichte deuten darauf hin, dass das Unternehmen MediaTek als Kunden für seinen bevorstehenden 14A-Node gewonnen haben könnte. Eine Bestätigung würde bedeuten, dass Dimensity-Serie-Mobilechips mit diesem Verfahren hergestellt würden – ein bedeutender Schritt für Intel im Foundry-Markt.

Bisher galt Apple als Intels wichtigster potenzieller Partner für fortschrittliche Nodes. Frühere Berichte zeigten, dass Apple den 18A-P-Prozess für günstigere M-Serie-Chips und nicht-Pro-iPhones prüfte und erwog, bis 2028 Intels proprietäres EMIB-Packaging für eigene ASICs zu nutzen. Apple hat bereits Geheimhaltungsvereinbarungen unterzeichnet und PDK-Kits zum Testen erhalten, was Intels Strategie zusätzliche Glaubwürdigkeit verleiht.

Eine mögliche Zusammenarbeit mit MediaTek stellt jedoch ein viel mutigeres Szenario dar. Intels 18A- und 14A-Prozesse basieren auf Backside Power Delivery, das die Stromversorgung von der Chiprückseite bereitstellt. Theoretisch reduziert dies Spannungsverluste und schafft Platz für Leiterbahnen, doch in der Praxis bietet es nur begrenzte Leistungsgewinne und verstärkt Selbsterwärmungseffekte. Das ist besonders kritisch für mobile SoCs, wo die Kühlung stark eingeschränkt ist.

Deshalb gehen Analysten vorsichtig mit dem Gerücht um. Wenn Intel den 14A-Prozess erfolgreich für Mobilechips anpassen und MediaTek tatsächlich gewinnen kann, könnte dies ein Wendepunkt für sein Foundry-Geschäft und ein Signal an andere potenzielle Kunden sein. Bis zur offiziellen Bestätigung sollte diese Information jedoch als faszinierendes, aber unbestätigtes Leck betrachtet werden.