Ein starker Anstieg der Speicherpreise könnte den globalen Smartphone-Markt bereits 2026 spürbar beeinflussen. Analysten von TrendForce prognostizieren einen Rückgang der weltweiten Auslieferungen um 10 Prozent auf rund 1,135 Milliarden Geräte. Im schlimmsten Fall könnte der Einbruch sogar 15 Prozent betragen, was den Markt auf 1,061 Milliarden Smartphones schrumpfen ließe.
Zum Vergleich: 2025 endete mit einem moderaten, aber positiven Wachstum von 2 Prozent, wobei die Gesamtauslieferungen zwischen 1,24 und 1,26 Milliarden Geräten lagen. Der aktuelle Preisschub bei Speicherchips verschiebt jedoch die Kräfteverhältnisse in der Branche. Früher machte der Speicher etwa 10 bis 15 Prozent der Smartphone-Kosten aus, doch sein Anteil an der Kostenstruktur ist inzwischen auf 30 bis 40 Prozent gestiegen. Das bedeutet direkten Druck auf die Margen der Hersteller und einen unvermeidlichen Anstieg der durchschnittlichen Verkaufspreise.
Höhere Komponentenkosten könnten bei einigen Marken zu Produktionskürzungen führen, besonders im Massenmarkt. Gleichzeitig wird die Krise ungleichmäßig wirken. Samsung ist dank vertikaler Integration und eigener Speicherproduktion besser aufgestellt. Auch Apple dürfte besser dastehen, da seine Kundschaft historisch gesehen Preiserhöhungen eher akzeptiert.
Die meisten chinesischen Hersteller, die preissensible Käufer ansprechen, dürften härteren Herausforderungen gegenüberstehen. Marken, die sich auf günstige Modelle konzentrieren, wie Xiaomi, könnten besonders anfällig für die Volatilität der Komponentenkosten sein.