Windows 11 Update: Notepad KI-Funktionen bergen Sicherheitsrisiken

Das Februar-Update-Paket für Windows 11 hat unerwartet die Aufmerksamkeit von Cybersicherheitsexperten auf sich gezogen. Die Updates sollten zwar Dutzende von Schwachstellen beheben, doch eine Korrektur offenbarte ein ernstes Problem in der Standardanwendung Notepad.

Insgesamt wurden 59 verschiedene Sicherheitslücken geschlossen, darunter zahlreiche Probleme im Zusammenhang mit Rechteausweitung und Remote-Code-Ausführung. Im Mittelpunkt der Diskussion stand jedoch Notepad. Grund dafür war die Integration von KI-Funktionen, die potenziell von Angreifern ausgenutzt werden könnten, um Nutzer zu manipulieren.

Experten zufolge ermöglichte die Schwachstelle die Erstellung bösartiger Markdown-Dateien mit gefährlichen Links. Unter bestimmten Bedingungen konnte dies zum Start unerwünschter Protokolle und zur Remote-Code-Ausführung führen. Die Entdeckung dieses Zero-Day-Problems wirft erneut Fragen zu den Risiken auf, die mit der übereilten Implementierung von KI-Funktionen in grundlegenden Betriebssystemanwendungen verbunden sind.

Es sei angemerkt, dass KI-Elemente bereits zuvor in andere Windows-Programme integriert wurden, darunter der Grafikeditor und Bildverarbeitungswerkzeuge. Angesichts der Nutzerkritik hat das Unternehmen bereits angekündigt, seine KI-Integrationsstrategie zu überprüfen und überflüssige Funktionen zu reduzieren.

Diese Situation zeigt, dass selbst standardmäßige, langjährig bekannte Anwendungen zu potenziellen Angriffsvektoren werden können, wenn neue Technologien ohne ausreichende Sicherheitsmaßnahmen eingeführt werden.