PlayStation 6 könnte sich bis 2029 verzögern – KI treibt Preise hoch

Der Boom künstlicher Intelligenz treibt die Preise für Komponenten in die Höhe – und das macht sich nun spürbar auf dem Markt für Spielkonsolen bemerkbar. Wie Bloomberg berichtet, erwägt Sony, den Start der PlayStation 6 auf 2028 oder sogar 2029 zu verschieben. Insider mit Kenntnis der Pläne des Unternehmens sagen, dass die steigenden Kosten für Speicher, Speichermedien und andere Schlüsselkomponenten eine Veröffentlichung des neuen Systems im bisher erwarteten Zeitrahmen wirtschaftlich kaum mehr vertretbar erscheinen lassen.

Eigentlich war die PS6 für etwa 2027 angekündigt. Doch angesichts instabiler Lieferketten und steigender Herstellungskosten für Elektronik gilt eine Verzögerung zunehmend als realistisches Szenario. Analysten weisen darauf hin, dass Konsolenhersteller in der aktuellen Lage besonders verwundbar sind, da ein erheblicher Teil moderner Chips für Rechenzentren in KI-Projekten abgezweigt wird – was die Verfügbarkeit von Komponenten für Unterhaltungselektronik einschränkt.

Diese Herausforderungen betreffen nicht nur Sony. Den gleichen Quellen zufolge könnte Nintendo bereits 2026 den Preis der Nintendo Switch 2 anheben. Die Unternehmensführung hatte zuvor erklärt, dass die Kosten der Konsole stabil bleiben würden, sofern es keine größeren Veränderungen bei externen Faktoren wie Zöllen oder Marktbedingungen gebe. Die derzeitige Lage auf dem Chipmarkt könnte jedoch eine Überarbeitung dieser Pläne erzwingen.

Auch die Aussichten für die nächste Xbox-Generation sind ungewiss. Zwar hat Microsoft einen möglichen Start für 2027 ins Spiel gebracht, doch das wird als optimistisches Szenario betrachtet. Bei hohen Chipkosten und dem Risiko eines überhöhten Preises könnte das System einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil von Konsolen verlieren: die Erschwinglichkeit im Vergleich zu PCs. Das Ergebnis könnte eine branchenweite Verschiebung hin zu späteren Veröffentlichungen und überarbeiteten Preisstrategien sein.