Apple AR-Brillen: Marktstart 2028 mit OLEDoS-Displays

Laut der Forschungsfirma Omdia könnte Apple seine eigenen AR-Brillen erst 2028 auf den Markt bringen. Das Gerät soll mit zwei 0,6-Zoll-OLEDoS-Displays ausgestattet sein, die im Vergleich zu herkömmlichen OLED-Panels eine höhere Auflösung und bessere Energieeffizienz bieten. Bei der OLEDoS-Technologie werden organische Leuchtdioden direkt auf ein Siliziumsubstrat aufgebracht, was eine extrem hohe Pixeldichte und ein kompaktes Design ermöglicht.

Analysten gehen davon aus, dass sich der Wettbewerb in diesem Segment bis zum Erscheinen der Apple-Brille erheblich verschärft haben wird. Meta* plant, bereits 2027 eigene vollwertige AR-Brillen mit dualen OLEDoS-Bildschirmen und einem Wellenleiter-Projektionssystem auf den Markt zu bringen. Diese Technik soll Bilder direkt ins Auge des Nutzers projizieren und für ein schärferes Bild sowie bessere Sichtbarkeit im Freien sorgen. Auch andere Hersteller bereiten in den kommenden Jahren Geräte auf Basis von Micro-OLED vor.

Gerüchten zufolge will Apple jedoch nicht bis 2028 warten, um in den Markt für optische Wearables einzusteigen. Bereits 2026 könnte das Unternehmen einfachere „Smart“-Brillen mit integrierten Kameras, Mikrofonen und Lautsprechern, aber ohne vollwertiges AR-Display auf den Markt bringen. Diese würden sich auf KI-Funktionen wie Sprachsteuerung über ein aktualisiertes Siri, Freisprech-Benachrichtigungen, Echtzeit-Übersetzung und ähnliche Interaktionsszenarien konzentrieren.

Gleichzeitig arbeitet Meta* intensiv an seiner Ray-Ban-Smartbrillen-Serie. Ein bereits vorgestelltes Modell mit Display bietet bis zu 5000 Nits Helligkeit und 42 Pixel pro Grad und übertrifft damit einige VR-Headsets des Unternehmens. Das Gerät unterstützt 3K-Videoaufnahmen und Gestensteuerung über ein Neural-Armband, das Muskelsignale erfasst. Vor diesem Hintergrund wirkt Apples Strategie zurückhaltender: Das Unternehmen setzt offenbar auf technologische Überlegenheit bei den Displays und eine ausgereiftere Plattform – selbst wenn das zusätzliche Zeit kostet.