Tesla passt Marketing für Autopilot nach Gerichtsbeschluss an

Tesla hat den Begriff "Autopilot" in Marketingmaterialien in Kalifornien nicht mehr verwendet, um eine mögliche 30-tägige Aussetzung von Verkäufen und Produktion im Bundesstaat zu vermeiden. Ein Verwaltungsrichter hatte zuvor entschieden, dass das Unternehmen Verbraucher durch die Verwendung der Begriffe "Autopilot" und "Full Self-Driving" bei der Bewerbung seiner Elektrofahrzeuge in die Irre geführt hat. Nach dem Gerichtsbeschluss gab die kalifornische Verkehrsbehörde Tesla 60 Tage Zeit, die umstrittene Sprache zu entfernen.

Die Klage der Behörde wurde bereits 2022 eingereicht. Sie argumentierte, dass Tesla ab 2021 Materialien verbreitet habe, die den Eindruck vollständig autonomer Fahrzeuge erweckten. Insbesondere warben Anzeigen damit, dass das System kurze und lange Strecken ohne Fahrereingriff bewältigen könne. Der Regulator betont jedoch, dass diese Aussagen zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung – und auch heute noch – nicht zutreffen, da Tesla-Fahrzeuge nicht das Niveau vollständig autonomen Transports erreichen und ständige menschliche Aufsicht erfordern.

Laut der Verkehrsbehörde hat Tesla die Anordnung befolgt und seine Marketingmaterialien geändert. Das Unternehmen hatte zuvor klargestellt, dass selbst die Full Self-Driving-Funktion eine obligatorische Fahrerüberwachung erfordert. Dieser Schritt ermöglichte es dem Autohersteller, Sanktionen zu vermeiden, die sein Geschäft ernsthaft beeinträchtigt hätten, da Kalifornien fast ein Drittel der US-Verkäufe von Tesla ausmacht.

Vor diesem Hintergrund regulatorischen Drucks überdenkt Tesla auch seine strategischen Prioritäten. Das Unternehmen kündigte kürzlich an, die Produktion von Model S und Model X in seiner Fabrik in Fremont einzustellen, um die Anlage für die Herstellung von Optimus-Humanoidrobotern umzurüsten. Tesla plant, mit dem Verkauf dieser Geräte bis Ende 2027 zu beginnen.