BMW setzt Personal Pilot L3 im 7er Facelift nicht fort

BMW hat entschieden, das Personal Pilot L3 Fahrerassistenzsystem aus dem überarbeiteten 7er zu streichen. Ein Unternehmenssprecher bestätigte dem Fachmagazin Automobilwoche, dass der ab April erhältliche Facelift diese automatisierten Fahrfunktionen nicht mehr anbieten wird. Damit endet die Entwicklung für die aktuelle Generation der Oberklasselimousine.

Als Grund nannte der Konzern unzureichende Marktnachfrage und begrenzten praktischen Nutzen für Kunden. Trotz der technologischen Bedeutung und imagefördernden Rolle blieb das Interesse der Käufer hinter den Erwartungen zurück. Auch der Aufpreis von 6.000 Euro für die Option spielte eine wichtige Rolle.

Personal Pilot L3 war im Juli 2023 eingeführt worden und galt als Schritt zu fortschrittlicherer Fahrzeugautomatisierung. Allerdings erwies sich die Funktionalität aufgrund regulatorischer Beschränkungen als recht eingeschränkt. Das System konnte nur auf Autobahnen bis 60 km/h unter bestimmten Bedingungen aktiviert werden und unterstützte keinen Spurwechsel – im Grunde handelte es sich um einen Stauassistenten.

Interessanterweise hatte Mercedes-Benz vor wenigen Wochen angekündigt, eine ähnliche Funktion für S-Klasse und EQS einzustellen. Das Unternehmen will sich stattdessen auf Systeme mit höherem Mehrwert und mehr Komfort konzentrieren. Die Entscheidungen dieser beiden führenden deutschen Hersteller zeigen deutlich, dass die Umsetzung solcher Systeme weiterhin mit Hürden wie regulatorischen Grenzen, hohen Kosten und Fragen zur tatsächlichen Nachfrage konfrontiert ist.