Experiment: Akku-Kapazität des Galaxy Z TriFold fast verdoppelt

Faltbare Smartphones sind bereits für sich genommen eine technische Herausforderung. Doch was passiert, wenn man ihre Akkukapazität fast verdoppeln will? Genau dieses Experiment führte YouTuber Scotty Allen vom Kanal Strange Parts durch. Sein Ziel war es, zu sehen, was geschieht, wenn er den Standardakku eines Galaxy Z TriFold durch eine Hochdichte-Silizium-Kohlenstoff-Zelle eines Konkurrenzgeräts ersetzt.

Der ursprüngliche Galaxy Z TriFold verfügt über einen Dreizellenakku mit 5.600 mAh. Sein engster Konkurrent, das Honor Magic V6, kommt dagegen auf etwa 6.660 mAh. Allen beschloss, die Hochdichte-Akkus von Honor im Samsung-Gehäuse zu verbauen. In der Praxis erwies sich diese Aufgabe jedoch als deutlich komplizierter.

Die Akkus waren etwas größer als der verfügbare Platz. Daher musste das Gehäuse physisch modifiziert werden: Teile wurden maschinell gefräst, Scharniere abgeschliffen und der untere Lautsprecher entfernt. Zudem musste er das Strommanagementsystem von Honor durch das Original von Samsung ersetzen, um die Akkus ordnungsgemäß zum Laufen zu bringen.

Das Ergebnis war ein Galaxy Z TriFold mit einem 9.600 mAh-Akku – eine Steigerung von 71 Prozent gegenüber dem Original. Das Telefon funktioniert, allerdings zeigt sich auf dem Display eine sichtbare weiße Linie. Diese ist vermutlich auf Verformungen während des Zerlegens und Wiederzusammenbaus zurückzuführen.

Dieses Experiment zeigt, dass eine deutliche Steigerung der Akkukapazität bei gleichen Abmessungen möglich ist. Damit könnte der Weg für autonomer faltbare Smartphones geebnet werden. Samsung bleibt bei solchen Technologien vorsichtig und priorisiert Zuverlässigkeit. Gerüchte über den Einsatz von Silizium-Kohlenstoff-Akkus in künftigen Modellen, darunter das Galaxy S26 Edge, deuten jedoch darauf hin, dass das Unternehmen diese Möglichkeiten erkundet.